Aktuelle NBank-Erhebung unter niedersächsischen Kommunen
Bauland-Umfrage zeigt mehr Neuausweisungen

Der Bedarf an Wohnraum hat sich überall, vor allem in den städtischen Bereichen, vergrößert. Von dieser Entwicklung betroffen sind besonders die Ballungsräume. Zahlreiche Städte sehen sich mit einem gravierenden Wohnungsmangel konfrontiert. Gleichzeitig darf die aktuelle Wohnungsmarktsituation nicht isoliert betrachtet werden.

Im Hinblick auf die längerfristige demografischen Entwicklung und die ökologischen Herausforderungen, muss die kommunale Baulandpolitik auch weiterhin planerischen Leitbildern, wie Konzentration auf Innenentwicklung und flächensparendes Bauen, gerecht werden.

Die niedersächsischen Städte und Gemeinden haben auf die ansteigende Nachfrage nach Bauland mit einer Erhöhung ihrer neu geschaffenen Wohnbauflächen reagiert.

In den Jahren 2014 und 2015 wurden in Niedersachsen fast 1.350 Hektar Wohnbauland für mehr als 24.100 Wohnungen geschaffen. Da zudem viele Kommunen über einen beträchtlichen Reserveflächen-Pool verfügen, stellt sich die Angebotssituation auf den Baulandmärkten in den meisten Regionen, quantitativ gesehen, weitgehend entspannt dar.

Allerdings gibt es in den Großstadtregionen von Hannover, Braunschweig und Hamburg zahlreiche Kommunen mit nur sehr geringen Baulandreserven. Insbesondere Flächen für neue Geschosswohnungen sind knapp: Landesweit wurden in diesem Segment gerade einmal 170 Hektar für 7.800 Wohnungen ausgewiesen - mit der Folge, dass der neuerliche Bedarf vielerorts nicht gedeckt wer-den kann und die Baulandpreise steigen.

Andererseits sind in den strukturschwachen Regionen zahlreiche Kommunen hochgradig mit Bauland überversorgt. Durch ihre extensive Ausweisungspolitik sind sie in ihrer Gestaltungskraft für eine nachhaltige Stadt- und Ortsentwicklung erheblich eingeengt.