LKA, Polizei und VZN begehen gemeinsam „Tag des Einbruchschutzes“
Besucher wissen viel und fragen noch mehr

Von links nach rechts: Rüdiger Holze von der Verbraucherzentrale, Gerald Lomp vom LKA, Lars Kramme als BDF-Ausstellungsmanager, Rainer Baum vom LKA und Michael Fritsch von der Polizeidirektion Hannover. (Foto: BDF)

In diesem Jahr luden das LKANiedersachsen, die Polizeidirektion Hannover und die Verbraucherzentrale Niedersachsen (VZN) gemeinsam ein, sich zu den Themen „Einbruchschutz“ und „Energieeinsparung“ kostenlos zu informieren.

Die Veranstaltung fand diesmal auf dem Gelände der FertighausWelt in Langenhagen am „Airport Business Park Ost“ statt und nicht wenige der rund 500 Besucher, die an diesem Wochenende gekommen waren, nutzten die Gelegenheit, sich ausführlich über den präventiven Einbruchschutz und effektive Energieeinsparung zu informieren. „Toll, dass es solche Veranstaltungen gibt“, begeisterte sich ein Besucher, der vor allem von der kompetenten und praxisnahen Beratung sichtlich angetan war.

Aber auch umgekehrt, zeigten sich die Akteure von LKA (Gerald Lomp und Rainer Baum), Polizei (Michael Fritsch) und der Verbraucherzentrale (Rüdiger Holze) äußerst zufrieden - sowohl mit der Anzahl der Besucher, als auch mit der Qualität der Besucherfragen. „Die Sensibilität für das Thema „Einbruchschutz“ ist stark gestiegen. Während es in der Vergangenheit viel um allgemeine Fragen zu diesem Themenkomplex ging, kommen die Bürger heute meist gut informiert und stellen verstärkt fachliche Fragen“, so die Feststellung von Gerald Lomp vom LKA-Niedersachsen.

Aber auch der Staat hilft, das eigene Heim sicherer zu machen und unterstützt finanziell bei der Umsetzung der Pläne zum Einbruchschutz. Nachfolgend sind auszugsweise einige staatliche Fördermöglichkeiten aufgezeigt: Wer gerade umbaut oder renoviert, sollte neben der richtigen Wärmedämmung oder dem altersgerechten Umbau von Anfang an auch aufeinander abgestimmte, technische Sicherungsmaßnahmen mit einplanen - also einen Einbruchschutz aus einem Guss.

Denn in der Regel ist es günstiger, die geeignete Sicherungstechnik sofort einzubauen, als später unter Umständen aufwändig nachzurüsten. Zudem gibt es jetzt auch Möglichkeiten der staatlichen Förderung für den Einbau von einbruchhemmenden Produkten: Seit Juni 2014 fördert z.B. die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen bestehender KfW-Produkte zur Barrierereduzierung oder zur energetischen Sanierung auch bauliche Maßnahmen zum Einbruchschutz in bestehenden Wohngebäuden. Den Einbau einbruchhemmender Haus-und Wohnungstüren fördert die KfW im Rahmen ihrer Förderprodukte „Energieeffizient Sanieren" und „Altersgerecht Umbauen".

Der Einbau oder die Aufarbeitung von Fenstern sowie der nachträgliche Einbau von Rollläden und Fenstergittern wird innerhalb des KfW-Produkts „Energieeffizient Sanieren" gefördert. Wer das Förderprodukt „Altersgerecht Umbauen" in Anspruch nimmt, kann sich neben dem Einbau barrierearmer und einbruchhemmender Türen auch unterschiedliche, mechanische Nachrüstungen fördern lassen. So wird der Einbau von Systemen zur Einbruch- und Überfallmeldung, der nachträgliche Einbau von Antriebssystemen bei Rollläden, die Anschaffung von Beleuchtung und Bewegungsmeldern (z.B. für den Eingangsbereich) sowie Türspione und sogar Gegensprechanlagen gefördert.

Die KfW-Förderprodukte „Energieeffizient Sanieren" und „Altersgerecht umbauen" können kombiniert werden. Die Polizei empfiehlt, dabei insbesondere auch die jeweils in den Produkten enthaltenen Förderungen zum Einbruchschutz in Anspruch zu nehmen - nur so erhalten Sie einen umfassenden Schutz!

Sofern in den Bundesländern landesspezifische Förderprogramme angeboten werden, können diese mit den KFWProdukten kombiniert werden, wenn es im Landesprogramm nicht ausgeschlossen ist.

Wer kann einen Antrag auf Förderung stellen?

• Alle Träger von Investitionsmaßnahmen an selbstgenutzten oder vermieteten Wohngebäuden und Eigentumswohnungen sowie

• Ersterwerber von barrierereduzierten Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen, innerhalb einer Frist von 12 Monaten nach Bauabnahme.

Beratung zu Einbruchschutz und Fördermöglichkeiten?

Diese gab es ausführlich am „Tag des Einbruchschutzes“. Ansonsten sind umfassende Informationen bei den Verbraucherzentralen und der Polizei bzw. Kriminalpolizei erhältlich.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.