Einbruch bei den Baugenehmigungen
BFW-Präsident fordert Taten statt Worte

Die Zahl der Baugenehmigungen ist in 2017 um 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken - „Taten statt Worte“, fordert BFW-Präsident Ibel. (Foto: Johannes Vogt, Mannheim/Sto SE & Co. KGaA)

In 2016 war noch ein Anstieg von 20 Prozent verglichen mit 2015 verzeichnet worden. In 2017 hingegen ist die Zahl der Baugenehmigungen für Neubauwohnungen in Wohngebäuden um ganze 5,3 Prozent auf nunmehr 306.000 gesunken. „Wir haben kein Erkenntnis-, sondern vielmehr ein Umsetzungsproblem: Sonder-AfA, Baulandmobilisierung und die energetische Gebäudesanierung - all das muss nun schleunigst in einfache Regelungen im Gesetzespaket zur Wohnraumoffensive umgesetzt werden“, forderte Ibel.

„Darin muss auch die Entschlackung und Flexibilisierung des Ordnungsrechts angepackt werden, damit Bauen schneller und einfacher und Wohnen wieder günstiger werden kann. All das darf nicht wieder im Streit zwischen den politischen Akteuren untergehen!“

„Der Wohnungsgipfel kann nur der erste von vielen Schritten sein“, betonte Ibel weiter. „Wir brauchen einen verpflichtenden Fortschritts-Check, damit sich die Bundesregierung an ihren Ankündigungen messen lassen kann.“ Vorbild hierfür könne die Organisation von Bauprozessen sein: Dort stimmen alle Gewerke unter Leitung eines Bauherrn regelmäßig ihre Tätigkeiten ab und vermerken die Baufortschritte in einem sogenannten Bautenstandsbericht.

„Beim Bauen reicht es nicht, sich nur bei der Grundsteinlegung abzustimmen. Genauso wenig reicht es bei der Wohnungspolitik, sich nur auf einem Wohnungsgipfel zusammenzusetzen“, sagte Ibel. „Das Monitoring durch einen verpflichtenden Fortschritts-Check könnte sicherstellen, dass die Ankündigungen auch umgesetzt werden und die beteiligten Ressorts nicht gegeneinander, sondern besser Hand in Hand arbeiten. Nur so können wir eine Trendwende bei den Baugenehmigungen schaffen!“