Energie- und Klimaschutzagenturen als Ansprechpartner
Bund und Land - Hand in Hand bei der Energiewende

Zum Kamingespräch des Fördervereins der Klimaschutzagentur kam Umweltminister Lies per E-Mobil. (Foto: Jan Blachura)

Vor rund 60 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung betonten sowohl Lies als auch Goeke, man könne die Energiewende nicht aufhalten, nur „verstolpern“.

Die Energiewende und die Klimaschutzziele seien derzeit an einem kritischen Punkt: „Mehr als 32 Prozent CO2-Einsparung bis 2020 ist kaum noch drin“, sagte Goeke. Es müsse mit der einzusetzenden Kommission noch in diesem Jahr gelingen, ein Szenario zu entwickeln, wie man aus der Kohle aussteigen könne. Wichtig sei es, „gut zu kommunizieren, wie wir uns die Energiewende vor Ort konkret vorstellen.“

Lies sprach sich für eine Beschleunigung beim Ausbau der erneuerbaren Energien, vor allem der Windenergie, aus: „Wir wollen den Norden zu einem Zukunftsstandort machen und eine Führungsrolle übernehmen, sowohl bei der Energieerzeugung als auch beim Netzausbau“.

Darüber hinaus brauche man Speicherlösungen: Mit dem Power-to-Gas-Verfahren könne überschüssige Windenergie in „grünen“ Wasserstoff umgewandelt und in Kavernen gespeichert werden. Dazu sei eine nationale Wasserstoffstrategie mit finanzieller Unterstützung vom Bund sinnvoll, da die industrielle Anwendung von Wasserstoff eine Voraussetzung sei, um aus der Kohleverstromung auszusteigen und die Verkehrswende technologieoffen zu gestalten.

Bei Bund und Land wird mit Hochdruck an einem neuen Klimaschutzgesetz gearbeitet - konkrete Maßnahmen aus allen Ressorts inklusive. Um das alles schnell umsetzen zu können, bedürfe es Kümmerern vor Ort. Die Energie- und Klimaschutzagenturen könnten als Ansprechpartner die Menschen unterstützen und Vertrauen in den Erfolg der Energiewende aufbauen.

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