Warum nicht auch die Immobilie der jeweiligen Lebensphase anpassen?
Die Immobilie im Alter - Experten geben Rat

Der „Zahn der Zeit” nagt an jedem Haus und seinen Besitzern - rechtzeitig die richtige Entscheidung über die altersgerechte Wohnform treffen. (Foto: LBS)

Zudem ist das Eigenheim mit zunehmendem Alter längst nicht mehr so komfortabel, wie in früheren Jahren: Die leerstehenden, ehemaligen Kinderzimmer schränken den Komfort sogar eher ein, denn sie müssen - obwohl nicht mehr benutzt - weiterhin sauber und unter Umständen auch warm gehalten werden. Darüber hinaus braucht ein Haus regelmäßige Pflege und Wartung - und je älter es wird, desto mehr häufen sich diese Arbeiten. Aber nicht nur die Immobilie, sondern auch die Eigentümer werden älter und im Alter fallen diese Arbeiten schwerer.

Der „Zahn der Zeit“ nagt am Haus und seinen Besitzern: Die handwerklichen Arbeiten werden mühseliger und anstrengender, gleichzeitig ändern sich auch die Lebensumstände. Ältere Menschen verfügen über mehr Zeit, viele wünschen sich ausgedehnte Reisen. Aber dies lässt sich oft kaum mit den Anforderungen, die das Eigenheim stellt, vereinbaren: Rasen wässern, Hecken schneiden, Fenster putzen und im Winter auch noch Schnee räumen.

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich 65 Prozent der älteren Eigentümer eine kleinere und vor allem auch barrierefreie Wohnung wünschen, die besser zu den veränderten Lebensgewohnheiten passt und ihnen auch mehr Lebensqualität verschafft. Welche Lösung aber ist nun die beste? Sollte das eigene Haus umgebaut und an die veränderten Ansprüche angepasst werden? Oder sollte es verkauft oder vielleicht besser vermietet werden? Keine leichte Entscheidung!

Oftmals ist es gut, in dieser Phase ein wenig mehr auf den Kopf und den Taschenrechner und weniger auf das Bauchgefühl zu hören. Der barrierefreie und altersgerechte Umbau eines Hauses kann sich schnell auf 1.000 Euro pro Quadratmeter belaufen. Warum also nicht einfach alles „eine Nummer kleiner“, eine altersgerechte Eigentumswohnung beziehen und das Haus verkaufen oder vermieten? Beide Lösungen haben ihre Vor- und Nachteile.

Wer sein Haus verkauft, hat keine lästigen Eigentümerpflichten mehr und muss sich gedanklich nicht mehr damit beschäftigen. Darüber hinaus müssen mögliche Mietausfälle nicht befürchtet werden. Der Erlös aus dem Verkauf kann beispielsweise in den Erwerb einer barrierefreien Eigentumswohnung investiert werden. Als Vermieter und Eigentümer einer Immobilie bleibt man für den Zustand seines Hauses weiterhin verantwortlich und muss immer damit rechnen, dass der Mieter auszieht und man sich um eine entsprechende Neuvermietung bemühen muss.

Aber auch die Vermietung bietet Vorteile: Das Haus bleibt der Familie erhalten. Kinder, die sich zunächst gegen eine Übernahme des Objektes entschieden haben, können mit Hilfe der sogenannten „Eigenbedarfsanmeldung“ zu einem späteren Zeitpunkt doch noch dort einziehen. Je nach Marktsituation können die Eigentümer, sofern sie ihr Haus zunächst einmal für einige Jahre vermieten, möglicherweise sogar noch von einer künftigen Wertsteigerung profitieren.

Um die richtige Entscheidung zu treffen, ist es wichtig, die eigene Situation zu analysieren und die Marktsituation vor Ort zu klären - also sowohl den Vermietungs-, als auch den Verkaufsmarkt zu prüfen. Deshalb ist die Beratung durch einen unabhängigen Experten in jedem Fall empfehlenswert!

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