proKlima Jahresbericht 2017
Effizient bauen - kreativ wohnen

Sommer im „zero:e-Park“ in Hannover- Wettbergen: Mit der Kraft der Sonne versorgen sich hier viele Bewohner mit Heizwärme und Warmwasser. (Foto: enercity)

Der enercity-Fonds proKlima ermöglicht hier neue Wege: Im Juni 2017 haben die proKlima-Gremien beschlossen, dass enercity seine Einzahlung für 3 Jahre reduziert und einer E-Mobilitäts-Offensive zur Verfügung stellt. Die Mittel werden - mit Bundesfördermitteln erhöht - für den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur in den proKlima-Kommunen eingesetzt.

Auch weiterhin wird der proKlima-Fonds sich dafür einsetzen, dass der anhaltende Bauboom auch energieeffizient verläuft. Er ist auch Grund für die hohe Nachfrage in den Programmen: Neubau-Wohnen, Nichtwohngebäude, aber auch dem Öffentlichkeitsarbeitsprogramm „Klimaschutz + Bildung“. Der kommissarischer Leiter der proKlima-Geschäftsstelle Matthias Wohlfahrt sagt: „Ich kenne als Vater von 2 Kindern die Situation von jungen Familien in der Stadt sehr gut. Wir schätzen die kurzen Wege und das vielfältige Angebot der Stadt.

Wir erleben aber auch, dass das Wohnen deutlich teurer geworden ist. Das proKlima-Angebot hilft auch, dass die sogenannte „zweite Miete“ gering bleibt und der Klimaschutz nicht zu kurz kommt. Viele junge Familie wollen nicht ausschließlich nur günstig wohnen, sondern haben gerade auch einen Blick für die Zukunft ihrer Kinder.“

Ziel: Neue Gebäude mit Plus-Energie-Bilanz

Der Fokus des enercity-Fonds liegt auf verdichtetem, sozialem und kostengünstigem Wohnen in der Stadt, insbesondere mit Blick auf neue Formen des Zusammenlebens, wie Mehrgenerationenhäuser. Dies spiegelt sich auch in den Antragszahlen wieder: 45 Passivhaus-Wohngebäude mit 436 Passivhaus-Wohneinheiten wurden im Jahr 2017 gefördert (Vorjahr 2016: 68 Gebäude mit 228 Wohneinheiten). Der Passivhaustandard ist wirtschaftlich und klimaschonend zugleich. Nach der Punktlandung mit 2,8 Millionen Euro bewilligter Fördermittel fokussiert sich proKlima im Jahr 2018 weiter auf die Wärmewende und die dafür erforderlichen Innovationen.

Der Passivhausstandard ist bundesweit, sogar weltweit eine anerkannte Basistechnologie für wirtschaftliches und energieeffizientes Bauen. Jetzt geht es darum die Erneuerbaren Energien sinnvoll und angebotsgesteuert einzubinden, um eine Plus-Energie-Bilanz angemessen zu erreichen. Im Jahr 2017 hat der enercity-Fonds proKlima wieder über 2.000 Maßnahmeanfragen mit einer Förderzusage unterstützt. Das Interesse, insbesondere von Seiten der Bürger und der Kommunen, ist groß.

Bis Ende des Jahres 2017 hat der enercity-Fonds seit seiner Gründung insgesamt mehr als 31.000 Maßnahmen in der Breitenförderung sowie rund 790 Einzelförderungen begleitet. Über 64 Millionen Euro Fördermittel wurden bewilligt und mehr als 1,4 Mio. Tonnen CO2 vermieden. Dabei profitierten auch die Kommunen und die lokale Wirtschaft.

Den proKlima-Jahresbericht finden Sie auch unter folgendem Link herunterladen: https://www.proklima-hannover.de/downloads/proKlima/Jahresberichte/proklima_Jahresbericht_2017.pdf

Druckexemplare des aktuellen Jahresberichts 2017 können unter proklima@enercity.de oder in der Geschäftsstelle von proKlima unter Telefon 0511/430-1970 (werktags von 9:00 bis 12:00 Uhr) angefordert werden.