Mechanische Sicherungen stehen im Fokus der polizeilichen Prävention
Einbrecher besuchen Sie nicht nur in den Ferien

Die Arbeit der polizeilichen Beratungsstellen ist kostenlos und wird gerade jetzt zur Sommerzeit besonders häufig von Haus- und Wohnungseigentümern in Anspruch genommen, um Einbrechern die Arbeit zu erschweren.

Auch wenn die Standard-Haustür zugesperrt und die Standard-Fenster geschlossen sind, stellt dies für Einbrecher kein wirkliches Hindernis dar.

Ausgerüstet allein nur mit einem Schraubenzieher, gelingt es ihnen oftmals, in weniger als 30 Sekunden Tür oder Fenster aufzuhebeln und so in Haus oder Wohnung einzudringen. Nach dem Motto „Schnell rein und schnell wieder raus“ durchwühlt der Einbrecher Schränke und Schubladen und nimmt alles mit, was er an wertvollen Gegenständen finden kann.

Er kennt fast jedes Versteck - da bleibt kaum etwas unentdeckt. Und nach nur wenigen Minuten verlässt er das Haus genauso unauffällig, wie er gekommen ist - zurück bleibt eine verwüstete Wohnung.

Ein schöner Urlaub endet dann mit einer schrecklichen Überraschung beim Nach-Hause-Kommen: Nicht nur, dass der Einbrecher großen, materiellen Schaden angerichtet hat, er hat auch die Betroffenen verletzt. Nicht umsonst spricht man vom „Einbruchopfer“. Denn auch, wenn sich Täter und Opfer nie begegnet sind, hat der Einbrecher das Einbruchopfer verwundet - psychisch verwundet.

Die Betroffenen fühlen sich hilflos und traumatisiert, viele klagen über Geräusch-Empfindlichkeit, werden von einem ständigen Angstgefühl im eigenen Zuhause begleitet. Nicht selten nehmen Einbruchopfer dann die speziellen Angebote des polizeilichen Opferschutzes in Anspruch, um wieder zurück in ein normales Leben zu finden.

Um den Albtraum „Einbruch“ erst gar nicht wahr werden zu lassen, wurde auf Initiative der Polizei das Netzwerk „Zuhause sicher“ gegründet.

Nach der bundesweit einheitlichen Empfehlungspraxis der Polizei stellt das Netzwerk den mechanischen Einbruchschutz in den Mittelpunkt seiner Aufklärungsarbeit.

Denn: Ziel der Sicherung des eigenen Zuhauses soll es sein, dass der Einbrecher gar nicht das Haus betritt. Durch mechanische Sicherheitstechnik, wie einbruchhemmende Einsteck-schlösser und Beschläge, verliert der Einbrecher viel Zeit. Und Zeit ist gerade das, was der Täter nicht hat. Die Folge: Er bricht seinen Einbruchversuch ab.

Um sein Zuhause effektiv vor Einbrüchen zu schützen, empfiehlt daher das Netzwerk „Zuhause sicher“ zunächst die Sicherheitsberatung der Polizei zu nutzen. Im nächsten Schritt können dann die speziell geschulten Handwerker des Netzwerkes die polizeilichen Empfehlungen fachgerecht umsetzen.

Zum Abschluss, wenn die Empfehlungen der Polizei umgesetzt sind, überreicht diese als Netzwerk-Partner auch die Präventionsplakette und die Versicherer des Netzwerkes geben einen Nachlass auf die Zahlungen zur Hausratversicherung.

Auf Initiative von Polizeibehörden wurde das Netzwerk „Zuhause sicher“ ins Leben gerufen: Vor mehr als 10 Jahren mit 21 Partnern gestartet, engagieren sich inzwischen über 400 Institutionen aus Polizei, Kommunen, Handwerk, Industrie, Finanz- und Versicherungswirtschaft in dem gemeinnützigen Verein - sicherlich auch ganz in Ihrer Nähe.

In Land Niedersachsen koordiniert der Landesverband der Glaser-Innung die Aktivitäten der Schutzgemeinschaft rund ums Netzwerk gemeinsam mit der Polizeidirektion Hannover.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.