Materielle Dinge können ersetzt werden - ideelle nicht
Einbrecher haben Konjunktur - Alarmanlagen schützen

Dirk Merten, Prokurist der KÜHN Sicherheit aus Hildesheim.

HUG: Für wen genau eignen sich eigentlich Alarmanlagen?

Merten: Für jeden, denn an jedem Tag, zu jeder Zeit, an jedem Ort wird eingebrochen. In den Neubausiedlungen ebenso, wie in den innerstädtischen Miethäusern. Einbrecher sind nicht wählerisch.

Hauptsache für Sie ist, dass sie möglichst schnell und mit nur wenig Aufwand in die Räume eindringen können. Zur bevorzugten Beute gehören dann Bargeld, technische Geräte oder auch die Autoschlüssel.

HUG: Das sind alles materielle Schäden, die zu ersetzen sind…

Merten: Alle materiellen Dinge können ersetzt werden - ideelle nicht. Und viel zu oft werden die psychischen Folgeschäden unterschätzt. Schlimmstenfalls sind dann ei- ne ärztliche Betreuung und der Umzug aus dem geliebten Zuhause notwendig.

HUG: Was würden Sie als Sicherheitsexperte unseren Lesern empfehlen?

Merten: Neben einer guten mechanischen Grundsicherung, schützen Alarmanlagen wirkungsvoll, was einem lieb und teuer ist. Diese sind heutzutage schon sehr benutzerfreundlich, beispielsweise per App mit dem Smart-Phone. Die tägliche Nutzung der Anlage wird dadurch schnell zur Routine.

HUG: Das ist sicherlich mit hohen Kosten für den Einzelnen verbunden oder?

Merten: Ich mag keine Phrasendrescherei, aber der Spruch „Was nix kostet, taugt auch nix“, trifft hier vollends zu. Ich rate dringend davon ab, hier am falschen Ende sparen zu wollen. Billige Lösungen aus Online-Shops oder gar von einem Kaffeeröster sind rausgeworfenes Geld, da sie in der Regel nur unzuverlässig schützen. Diese gaukeln ein Stück Sicherheit vor, können sie aber nicht wirklich liefern.

HUG: Also sind doch hohe Kosten für ei-ne spürbare Sicherheit notwendig?

Merten: Ein Einbruch ist immer teurer. Interessierte sollten sich im Fachhandel kundig machen und auf zuverlässige Produkte namhafter Hersteller setzen.

Viele Systeme verfügen über eine Modulbauweise via Funkübertragung und lassen sich somit nach und nach zu einem kompletten, individuellen Sicherheitssystem, inklusive Rauch-, Wasser- und Gasmelder, ausbauen. Man muss also nicht von vornherein tief in die Tasche greifen, um seine Räume wirkungsvoll abzusichern. Zudem hat jetzt die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) die Fördermöglichkeiten für den Einbruchschutz in 2017 nochmals deutlich angehoben: Von bislang 10 Mio. Euro, auf jetzt insgesamt 50 Mio. Euro. Das macht die Investitionen leichter. Voraussetzung für einen 10%igen Zuschuss ist eine Mindest-Investitionssumme von 2.000 Euro. Der maximale Zuschuss beträgt jedoch 1.500 Euro.

HUG: Und was passiert, wenn die Alarmanlage einmal losgeht?

Merten: Das kommt darauf an. Mit einem lautstarken Sirenenalarm vor Ort kann ein Einbrecher bereits in die Flucht geschlagen werden. Möglich wäre aber auch ein stiller Alarm, den der Eindringling gar nicht bemerkt.

Voraussetzung ist aber, dass die Alarmanlage auf eine Notruf- und Serviceleitstelle aufgeschaltet ist. KÜHN Sicherheit bietet diesen Service an. Hier werden eingehen-de Alarme aller Art sofort an die Einsatzkräfte weitergeleitet, um größere Schäden zu vermeiden.

HUG: Noch ein letzter Rat für Haus und Grundeigentümer?

Merten: Die Sicherung des Eigenheims ist in jedem Fall eine gute Investition. Sie schützt nicht nur Hab und Gut, sie gibt auch das gute Gefühl der eigenen Sicherheit. In jedem Fall sollte bei der Auswahl und der Montage die Hilfe eines Fachmanns in Anspruch genommen werden.

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