Es geschieht am hellichten Tag
Erschweren Sie Einbrechern die Arbeit

Mehr als die Hälfte der Einbrüche wird zwischen 10 und 18 Uhr verübt - also am hellichten Tag. (Foto: VGH)

Mehr als 150.000 Einbrüche gab es im vergangenen Jahr laut GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft). Damit ist die Zahl der Einbruchdiebstähle auf sehr hohem Niveau geblieben. In den letzten Jahren ist die Zahl der Wohnungseinbrüche um insgesamt 35 Prozent gestiegen. Besonders hoch ist dabei das Einbruchsrisiko laut GDV für Bewohner von Erdgeschosswohnungen und Einfamilienhäusern. Mehr als 50 Prozent aller Einbrüche wird zwischen 10 und 18 Uhr verübt. Aus Sicht des Einbrechers sollte es dann natürlich schnell gehen, um nicht entdeckt zu werden. „Entscheidend sind die ersten 5 Minuten“, weiß Dirk Hillebrecht von den VGH Versicherungen. „Schafft es der Täter nicht, in dieser Zeit in Haus oder Wohnung zu ge- langen, lässt er meist von seinem Vorhaben ab.“

Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Bereits mit einigen wenigen Sicherheitsvorkehrungen können Bewohner den Einbrechern ihr Vorhaben erschweren. Dazu gehört zum Beispiel, Türen immer abzuschließen und diese nicht nur zuzuziehen. Generell gilt es, auf die Details zu achten. Selbst ein robuster Sperrbügel ist wertlos, wenn sich die Scharniere leicht lösen lassen. Fenster sollten bei jedem Verlassen der Wohnung immer geschlossen werden.

„Auch wenn man nur für kurze Zeit aus dem Haus ist: Kein noch so gutes Schloss hilft, wenn das Fenster gekippt ist“, sagt VGH- Experte Hillebrecht. Abschließbare Fenster- und Terrassengriffe bieten hier zusätzlichen Schutz.

Hausrat ausreichend versichern

Wenn es doch zu einem Einbruch kommt, ist ein ausreichend hoher Versicherungsschutz sehr wichtig. Für die Wiederbeschaffungskosten von entwendetem Hausrat ist die Hausratversicherung zuständig. „Gerade nach größeren Anschaffungen empfiehlt es sich, den Versicherungsschutz entsprechend anzupassen“, sagt Hillebrecht. „Bei wertvollem Hausrat ist es zudem hilfreich, die Kaufbelege aufzubewahren. Diese kann man bei einem Einbruch dann der Liste der gestohlenen Gegenstände beifügen.“ Die Hausratversicherung übernimmt übrigens auch die Kosten für notwendige Reparaturen nach dem Einbruch - zum Beispiel bei aufgebrochenen Türen und Fenstern.

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