Besuch aus dem „Land der aufgehenden Sonne“ in der FertighausWelt Hannover
Japaner von deutschen Standards beeindruckt

Erinnerungsfoto: Die japanische Delegation zu Beginn ihrer Rundreise durch Deutschland - hier vor dem Empfangsgebäude der FertighausWelt Hannover.

Zu der einwöchigen Reise durch Deutschland hatte das Unternehmen Aimori Hokaido eingeladen - ein großer und in Japan bedeutender Hersteller, der aus Jacobsmuschel-Granulat sehr hochwertige Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) produziert.

Die Reiseroute führte die Delegation von Tokio, über München, direkt nach Hannover. Erster Programmpunkt hier, die FertighausWelt am Flughafen.

Dort erfuhren die wissenshungrigen Besucher in einem Vortrag viel über die lange Geschichte des deutschen Fertigbaus und tauchten ein in die Welt der hiesigen Bürokratie und Administration rund um EnEV, KfW und Effizienzhaus-Standards.

Sichtlich beeindruckt von den deutschen Standards und den ständig wiederkehrenden Aktualisierungen derselben, war den Teilnehmern schnell klar, warum der deutsche Fertigbau weltweit sein anerkannt hohes Leistungsniveau genießt.

Verbände, wie der Bundesverband Deutscher Fertigbau, tragen mit ihren selbstverpflichtenden Standards und Satzungen in erheblichem Umfang da-zu bei.

Anders als in Japan, wo der Holzbau traditionell auf der Baustelle stattfindet, werden die Fertighäuser in Holzständerbauweise bei uns in Form von Fertigteilelementen in speziellen Fabriken vorgefertigt, um schließlich auf dem eigentlichen Baugrundstück zusammengesetzt zu werden.

Was die interessierten Besucher im Vortrag zuvor erfahren hatten, konnten sie anschließend direkt vor Ort in den modernen Ausstellungshäusern der FertighausWelt Hannover persönlich in Augenschein nehmen.

Besonders beeindruckt zeigten sie sich hier von den vielen technischen Details, aber auch den architektonischen Besonderheiten, die den deutschen Fertighausbau auszeichnen.

Die weitere Route führte die japanische Delegation schließlich auch noch nach Hameln, wo im Rahmen einer Stadtbesichtigung die Geschichte der deutschen Fachwerkhaus-Tradition eindrucksvoll vermittelt wurde.

In Holzminden, auf dem neu geschaffenen Campus der Firma Stiebel Eltron, holte die Besucher dann die deutsche Gegenwart ein - kontrastreicher hätte dieser Ausflug wohl kaum sein können, schließlich präsentiert der Heizungsspezialist hier seine hochmodernen Techniken und Innovationen, die heute bereits einen Blick auf die Haustechnik von morgen möglich machen.

Weitere Stationen waren Wernigerode/Harz (Fachwerkhäuser) und Dessau (Bauhaus), bevor die Rundreise mit einem dreitägigen Berlin-Besuch mit den obligatorischen „Besuchermagneten“ („Brandenburger Tor“ und „Reichstagsgebäude“) ihr Ende fand.

Der BDF-Hauptgeschäftsführer Dirk-Uwe Klaas zu den deutsch-japanischen Konsultationen seines Verbandes: „Der BDF ist da-ran interessiert, den Austausch mit den japanischen Fachleuten auch in Zukunft weiter zu intensivieren, da der Fertigbau dort sehr populär ist.“

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