proKlima fördert auch in diesem Jahr zahlreiche, energetische Maßnahmen
Mehr Antragsteller sollen von Förderung profitieren

Energieeffiziente Komplettmodernisierung eines EFHAltbaus in Hannover. (Foto: proKlima)

Die meisten Möglichkeiten des Förderprogramms „proKlima-Altbau“ sind vielseitig und stehen auch 2015 mit leichten Anpassungen zur Verfügung. Eine Kürzung gab es nur bei der Beratungsförderung: 2 Beratungsbausteine des „Energielotsen Altbau“ wurden aus der proKlima-Förderung genommen. Dafür verbessert sich aber das Angebot der BAFA-Vor-Ort-Beratung: Diese wird mit Wirkung ab 1. März 2015 stärker an die tatsächlichen Praxisbedürfnisse angepasst.

Die BAFA-Vor-Ort-Beratung ist ein Energiegutachten, das ein unabhängiger Energieberater nach einer Bestandsaufnahme vor Ort erstellt. Es informiert über den energetischen Gebäudezustand und mögliche Verbesserungen. Der neue Zuschuss liegt bei 60 Prozent der förderfähigen Beratungskosten bzw. bei max. 800 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser und max. 1.100 Euro bei Mehrfamilienhäusern mit mindestens 3 Wohneinheiten. Neu ist: Für die zusätzliche Erläuterung des Energieberatungsberichtes in einer Beiratssitzung oder Wohnungseigentümerversammlung gibt es einen Zuschuss in Höhe von 100 Prozent der förderfähigen Beratungskosten bzw. max. 500 Euro.

Hausbesitzer können zudem von der Aufstockung der KfW-Förderbankmittel um rund 200 Mio. Euro auf 2 Mrd. Euro im Rahmen des „Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz” (NAPE) profitieren. Darüber hinaus ist eine steuerliche Absetzbarkeit von energetischen Modernisierungen geplant. Große Nachfrage verzeichnet auch das Förderprogramm „pro- Klima-Erneuerbare”: Die Förderbedingungen für Solaranlagen, Wärmepumpen oder Heizanlagen für Holzpellets oder Holzhackschnitzel bleiben weitestgehend unverändert.

Eine wichtige Änderung gibt es jedoch bei den Solarwärmeanlagen in Schulen, Vereinen und anderen öffentlichen Einrichtungen: Hier hat proKlima ab 2015 auf eine Ertragsförderung umgestellt, um eine gute Installationsqualität zu belohnen. Die messtechnische Erfassung des Bedarfs an Trinkwarmwasser (TWW) in Höhe von max. 500 Euro ist neu im Förderkatalog. Diese soll dazu beitragen, dass der Warmwasserbedarf eines Gebäudes vor einer Modernisierung besser eingeschätzt und die Anlagentechnik richtig dimensioniert werden kann. Und: proKlima bezuschusst beim Einsatz von erneuerbaren Energien zur Wärmeversorgung auch hochwertig gedämmte Wärmespeicher.

Der „Effizienzbonus Wärmespeicher und -verteilung“ wird jedoch, angesichts der hohen Nachfrage, in diesem Jahr auf 1.000 Euro gesenkt. Dadurch sollen 2015 möglichst viele Antragsteller von der Förderung profitieren. Mit nur geringen Anpassungen fortgesetzt wird das proKlima- Förderprogramm „Kraft-Wärme- Kopplung“ für den Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz. Das gilt auch für den Einbau eines modernen Blockheizkraftwerkes bzw. einer stromerzeugenden Heizung. Zusätzlich bietet die Landeshauptstadt auch eine eigene KWK-Förderung an.

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