REWE: Nachhaltiges Handeln als feste Unternehmensphilosophie
Nach „Green Building” folgt jetzt „Grünstrom”

Bei REWE sind fast nur die Äpfel rot - ansonsten setzt das Unternehmen auf „Green Building” und „Grünstrom”.

So sind die Kühlmöbel in den meisten REWE-Märkten jetzt auch mit Glastüren und Nachtrollos ausgestattet und somit besonders energieeffizient. In über 1.000 Märkten wird zudem die Abwärme der Kühlanlagen direkt zur Beheizung der Ladenräume im Winter genutzt. Auch setzt REWE vermehrt auf stromsparende Kassensysteme - und das zahlt sich durchaus aus: Der Stromverbrauch an den Kassen ist um knapp 50 Prozent gesunken.

Der Schutz von Klima und Ressourcen ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie der REWE. Wie wichtig dem Unternehmen das Engagement für die Umwelt ist, zeigt die bisher umfangreichste Initiative in puncto „Klimaschutz“, mit der die REWE ihre Vorreiterrolle erneut gerecht wird: Die komplette Versorgung annähernd aller Märkte in Deutschland wurde inzwischen auf „Grünstrom“ umgestellt. Das gilt für den gesamten Energiebedarf - von der Beleuchtung, über die Kühlung, bis hin zur Klimatisierung. Damit setzt REWE ein deutliches Signal für die eigenen Märkte und gibt Impulse, den Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien zu erhöhen.

Wasser, Wind und Biomasse

„Grünstrom“ stammt aus unterschiedlichen Quellen und wird auf verschiedene Arten erzeugt. Entscheidend ist, dass die Energiequelle regenerativ, also erneuerbar bzw. nachwachsend ist. Das ist bei der Erzeugung durch Wind, Wasser, Sonne oder durch die Verwertung von Biomasse gewährleistet. Für seine Versorgung mit Grünstrom setzt REWE zu 100 Prozent auf diese regenerativen Quellen. Die Energie-Zusammenstellung besteht zum größten Teil aus Wasserkraft und wird durch Kontingente aus Windkraftund Biomasse-Anlagen ergänzt.

Fließt durch meine Leitung „Grünstrom”?

Beim Thema „Grünstrom“ stellt sich häufig die Frage, ob dieser auch wirklich durch die eigene Leitung fließt? Stark vereinfacht lässt sich der Strommarkt als ein großer See mit unterschiedlichen Zuflüssen (Erzeuger) und Abflüssen (Verbraucher) darstellen: Die Erzeuger speisen in diesen Stromsee ein, die Verbraucher entnehmen daraus. Eine direkte Belieferung mit Ökostrom aus bestimmten Quellen ist aus physikalischen Gründen somit nicht möglich.

Herkunft des „Grünstroms” lückenlos belegt

Trotzdem kann eine eindeutige Zuordnung der „Grünstrom“-Herkunft über das von der EU anerkannte Zertifikatesystem EECS (European Energy Certificate System) erfolgen. Die Zertifikate dienen als Nachweis für die Herkunft der Energie. Mit ihrer Hilfe lässt sich lückenlos und transparent überprüfen, welche Menge Strom, in welchem Zeitraum, von welcher Anlage gekauft wurde. Dieser Vorgang wird vom Umweltbundesamt im sogenannten „Herkunftsnachweisregister“ (HKNR) überwacht. REWE hat den Energiedienstleister EHA - Energie-Handels- Gesellschaft mbH & Co. KG - mit der Beschaffung seines „Grünstroms“ beauftragt. Die EHA erwirbt die Zertifikate und trifft, entsprechend den Anforderungen der REWE, eine Auswahl der Erzeugungsanlagen.

Strenge Qualitätskriterien

Damit das verfolgte Ziel „Nachhaltigkeit“ gewährleistet bleibt, hat die REWE strenge Qualitätskriterien für den „Grünstrom”-Bezug festgelegt: Dazu zählt die Verpflichtung zur 25-prozentigen Nutzung von besonders jungen Wasser-, Wind- und Biomassekraftwerken. Der „Grünstrom“ stammt aus den im Herkunftsnachweisregister akzeptierten Staaten, wie beispielsweise Norwegen, Österreich, der Schweiz, Dänemark und Slowenien. Durch die sogenannte „Zubauverpflichtung der Lieferanten“ wird zudem der Ausbau neuer, regenerativer Erzeugungsanlagen gefördert.

Unternehmensziel: Energiesparen

Aber REWE setzt im Rahmen des Klimaschutzes nicht nur auf erneuerbare Energien, sondern ergreift auch Maßnahmen für einen schonenden Umgang mit den knapper werdenden Ressourcen. So baut der Lebensmittelhändler bei der Energieeinsparung und bei Effizienzmaßnahmen ebenfalls auf die Unterstützung der EHA: Eine ganz spezielle Datenstruktur stellt für jeden teilnehmenden REWE-Markt die jeweils aktuellen Verbrauchsdaten und Vergleichskennzahlen bereit, mit deren Hilfe zeitnah auf etwaige Energie-Leistungsspitzen reagiert werden kann.

Außerdem werden die Mitarbeiter in den Märkten über ein Organisationshandbuch angeleitet, technische Anlagen (z. B. Kühltruhen) effizient zu bedienen, zu warten und instandzuhalten. Bei der Aktion „Durchblick für Energieverbrauch“ sind ausgewählte REWE-Märkte von der EHA bereits mit Energiemonitoren ausgestattet worden, mit denen der Stromverbrauch elektrischer Geräte im Markt gemessen und kontrolliert werden kann.

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