BFW-Editorial von David Jacob Huber
November / Dezember 2017 Stellungnahme zu aktuellen Themen

David Jacob Huber, BFW-Geschäftsführer, Landesverband Niedersachsen / Bremen

Trotz der schon feierlichen Stimmung, liegt jetzt noch ein Monat voller harter Arbeit vor uns: Gespannt schauen wir nach Ber- lin und sehen dort keine Fortschritte in der Regierungsbildung.Ja, wir fragen uns wirklich: „Quo Vadis Germany?“ Die Mitarbeiter im Hauptstadtbüro des BFW berichten davon, dass in allen Bereichen Ratlosigkeit herrscht und keiner weiß, was denn nun wirklich passieren wird. Sicherlich, wir haben eine geschäftsführende Bundesregierung und die arbeitet weiter, aber es werden keine Zukunftsentscheidungen getroffen.

Dank für erfolgreiche Zusammenarbeit

Daher freuen wir uns deshalb, dass es in Niedersachsen so schnell mit einer neuen Regierung geklappt hat. Im Gegensatz zur Bundesregierung, wurden während der Gespräche keine Details durchgestochen, es wurde schnell und zügig gearbeitet und die Ergebnisse liegen nun auf dem Tisch. Es gab auch einige Überraschungen im Rahmen der Regierungsbildung. Die wohl größte Überraschung für alle Beteiligten war die Aufgabenverteilung innerhalb der Ministerien:

Bisher war „Wohnungsbau“ im Sozialministerium angesiedelt und das war auch gut so. Mit der nun aus der Regierung ausgeschiedenen Ministerin Cornelia Rundt hatten wir in den zurückliegenden Jahren eine sehr gute, kooperative und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Wir haben die Förderrichtlinien für den sozialen Wohnbau auf völlig neue Beine gestellt, Erleichterungen bei der Unterbringung von Menschen mit Behinderungen in Wohnquartieren und bei Wohnungsunternehmen durchsetzen können und die Bauland-Offensive gestartet. Ministerin Rundt hat in einem sehr persönlichen Brief nun erklärt, dass sie nach vielen Jahren in verschiedenen Positionen jetzt in den wohlverdienten Ruhestand gehen möchte. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches „Dankeschön“.

Neue Ansprechpartner in dynamischer Zeit

Nun haben wir ganz andere Ansprechpartner: Die Wohnungsbaupolitik wird ab sofort nicht mehr im Sozialministerium, sondern im Umweltministerium gestaltet. Minister Olaf Lies, bisheriger Wirtschaftsminister, ist nun unser Ansprechpartner und wir freuen uns, auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit. Auch der nun für unsere Branche zuständige Staatssekretär ist kein Unbekannter, er hat bisher sehr erfolgreich im Finanzministerium gearbeitet. Damit haben wir dann zwei Persönlichkeiten, die sich in unserer Materie schon mal auskennen und wir erwarten eine weitere gute und konstruktive Zusammenarbeit, in einer besonders dynamischen Zeit, die auf uns zukommt.

Großartige Leistungen der Familienunternehmen

Und es gibt in der Tat viel zu tun - jährlich fehlen in Niedersachsen rund 10.000 bezahlbare Wohnungen, die gebaut werden müssten. Gerade im geförderten Wohnbau hat sich in den letzten Jahren viel getan und unsere Unternehmen, die privaten, inhabergeführten Familienunternehmen, haben sich in diesem Bereich mehr denn je engagiert. Das belegen auch die Zahlen der NBank, die ausweisen, dass mittlerweile rund 30% der geförderten Wohnungen von eben diesen Unternehmen gebaut und auch betreut werden. Ich finde, das ist eine großartige Leistung. Unsere Unternehmen sind eben keine Unternehmen, die Gewinnmaximierung um jeden Preis anstreben - nein, sie sind sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und engagieren sich regional und sehr individuell in ihren Kommunen. Das beweist auch das Projekt „StartHomes“ der Interhomes AG aus Bremen, die für ihre bezahlbaren Reihenhäuser ja auch schon ausgezeichnet wurden.

Seminare und Veranstaltungen des BFW stark gefragt

Bezahlbarer Wohnraum kann auch architektonisch sehr ansprechend sein. Das hat sich beim gemeinsam mit dem BDA (Bund der deutschen Architekten) durchgeführten Seminar „Chancen und Risiken von Architektenwettbewerben“ gezeigt. Besonders erfreulich für uns ist, das sich die Firma „Beste Bau GmbH“ aus Sehnde von diesem Seminar so beeindrucken lies, dass sie nun für ein neues Baugebiet, in dem auch „Bezahlbares Wohnen“ umgesetzt werden soll, einen solchen Wettbewerb durchführen will. Dazu kommt noch, dass dort die Wärme mit erneuerbaren Energien erzeugt werden soll, indem Solarthermie und Geothermie gekoppelt wird und die Energie nicht nur zum Heizen, sondern auch zum Kühlen verwendet wird.

Die Frage, wohin die Wohnungswirtschaft steuert, ist für viele Unternehmer der Branche von großem Interesse. Das hat uns die Veranstaltung „Quo Vadis Osnabrück“, die wir gemeinsam mit der IHK Osnabrück durchgeführt haben, gezeigt. Über 60 Teilnehmer waren anwesend, als Dirk Streicher, Vorstandsvorsitzender des Leiterin der Abteilung Wohnbau im Niedersächsischen Sozialministerium und Osnabrücks Stadtbaurat Frank Otte in Impulsvorträgen die aktuelle Situation darstellten und im Nachgang mit Eckhard Lammers von der IHK Osnabrück diskutierten. Fazit der Veranstaltung war letztlich, dass ein großer Bedarf an Wohnraum herrscht, der theoretisch auch gedeckt werden kann - wenn genügend Bauland zur Verfügung steht.

Zuguterletzt möchte ich noch das „Seminar WEG“ erwähnen, dass in der sehr beeindruckenden KONE Academy in Hannover stattgefunden hat: Es ging um die neuen Berufszulassungs- Regelungen für WEG-Verwalter, um die Übergabe von Gemeinschaftseigentum und die aktuelle Rechtsprechung für WEG’s. Die Teilnehmer waren im abschließenden Rundgang durch die KONE Academy sichtlich beeindruckt von der Innovationskraft der KONE GmbH. Dass der BFW-Landesverband Niedersachsen / Bremen ein gutes Netzwerk ist und hohe Anerkennung in der Branche genießt, beweisen die hochwertigen Seminare immer wieder.

Immer mehr Partner aus Industrie- und Dienstleistung

Ein weiterer Beweis sind auch die vielen Partner aus Industrie und Dienstleistung, die sich immer wieder aufs Neue zur Zusammenarbeit mit uns entscheiden. Neuster Partner ist die Vattenfall Real Estate Energy Sales GmbH. Vattenfall ist einer der größten Stromerzeuger und Wärmeproduzenten in Europa. Mit ihren Hauptprodukten Strom, Wärme und Gas sind sie vor allem in Schweden, Deutschland und den Niederlanden aktiv. Unternehmen der Immobilien- und Wohnungswirtschaft finden in der Vattenfall Real Estate Energy Sales den idealen Partner:

Sie profitieren von exakt auf ihre Branche zugeschnittene Leistungen - von der günstigen Strom- und Gasversorgung bis hin zu nützlichen Services für mehr Effizienz und weniger Kosten. Dazu gehören zum Beispiel auch die intelligenten Online-Portale: Das Bündelportal zeigt transparent die aktuellen Verbrauchs- und Rechnungsdaten sämtlicher Anlagen an. Das Leerstandsportal vereinfacht die Verwaltung von leerstehenden Mieteinheiten. Die hohe Innovationskraft macht Vattenfall darüber hinaus zu einer kompetenten Anlaufstelle für Unternehmen, die sich beim Thema Elektromobilität zukunftsfähig aufstellen möchten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit möchte ich für dieses Jahr „Tschüss“ sagen. Ich verspreche Ihnen schon jetzt, ein spannendes 2018 mit vielen tollen BFW- Veranstaltungen.

Bis dahin verbleibe ich
Ihr
David Jacob Huber
BFW-Geschäftsführer Landesverband Niedersachsen / Bremen