Studie zeigt hohe Akzeptanz für gesetzliche Vorgaben
Prävention vor Subvention beim Thema Sicherheit

Roto-Chef Dr. Eckhard Keill spricht sich dafür aus, geeignete Sicherheitsausstattungen im Wohnungsbau bindend vorzuschreiben.

Mit ca. 150.000 registrierten Fällen befindet sich die Zahl der abgeschlossenen bzw. versuchten Einbrüche 2016 auf einem nach wie vor sehr hohen Niveau. Hinzu kommt, dass die Polizei nur etwa jedes 6. Delikt aufklären konnte. Darunter leidet das persönliche Sicherheitsempfinden der Menschen erheblich, wie die für 61,5 Mio. Bundesbürger ab 18 Jahre repräsentative Studie bestätigte.

Danach fühlen sich, aufgrund der negativen Entwicklung, 10 % der Bürger inzwischen „überhaupt nicht mehr“ und 36 % „weniger“ sicher als früher. Weitere 36 % bezeichnen ihre Situation als nur noch „relativ sicher“.

Wie die Berliner Meinungsforscher ermittelten, wachsen die Ängste besonders in Ostdeutschland - vor allem bei den 45- bis 59-Jährigen sowie den Selbstständigen.

Auch in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern liegt laut Studie die auf dem Einbruchsrisiko beruhende Verunsicherung der Bürger über dem Bundesdurchschnitt.

Bürger sind offen für mehr Sicherheit

Um das kriminelle Treiben von „Langfinger & Co.“ ebenso präventiv wie effektiv zu bekämpfen, empfehlen Experten, allgemeine Mindeststandards zum Einbruchschutz im Wohnungsbau gesetzlich vorzuschreiben.

Das stößt, so das Ergebnis der Umfrage, bei der Bevölkerung in wachsendem Maße auf breite Zustimmung, sofern die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben „überwiegend sinnvoll“ sind. Laut Studie halten 62 % eine derartige Vorgabe für „sehr/eher sinnvoll“, lediglich 15 % könnten sich damit nicht anfreunden.

Zu den großen Befürwortern gezielter Sicherheitsauflagen gehören besonders die ostdeutschen Bürger (66 %) sowie auch die in mittelgroßen Städten lebenden Personen (67 %). Überraschend sei vor allem die mit 71 % sehr starke Zustimmung in der Altersgruppe „18 bis 29 Jahre“.

Noch aufgeschlossener sind die Bundesbürger gemäß der Erhebung für gesetzliche Sicherheitsvorschriften, speziell bei Fenstern und Türen, die sich in der Praxis oft als „leichte Beute“ für Diebe erweisen.

Mit 66% steigt auch die Quote derer, die verbindliche Regelungen im Baurecht als „sehr / eher sinnvoll“ bewerten, auf exakt zwei Drittel der Gesamtbevölkerung. Analog dazu lehnen das nur 15 % kategorisch ab.

Erneut zeigte sich in der Detailanalyse die weit überdurchschnittliche Akzeptanz in Ostdeutschland (76 %) und in Städten ab 20.000 Einwohnern (70 %) bzw. ab 100.000 Einwohnern (71 %). Gleiches gilt auch für die unter 30-Jährigen (79 %).

Als Vorbild die „Niederlande“

Als Konsequenz des „eindeutigen Umfragevotums“ appelliert Dr. Eckhard Keill an die verantwortlichen Ministerien in Bund und Ländern, wirksame Maßnahmen zum vorbeugenden Einbruchschutz fest in den Bauordnungen zu verankern.

Wie der Roto-Chef betont, sind die damit für Bauherren und Hausbesitzer verbundenen Investitionen „sowohl überschaubar als auch in jeder Hinsicht gut angelegt“.

Auch schafft der Gesetzgeber so, mit Blick auf die „rasant gestiegenen“ und letztlich von allen Versicherten zu tragenden Assekuranzleistungen für Einbruchschäden, mehr finanzielle Gerechtigkeit.

Nach aktuellen Informationen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erforderten alleine die in 2015 fälligen Versicherungsleistungen, die in Kontakt mit Einbruchschäden bzw. -versuchen stehen, Zahlungen in Höhe von 530 Mio. Euro.

Zweiflern in der Politik rät Dr. Keill, sich an den jüngsten Erfahrungen in den Niederlanden zu orientieren: Dort sei die Realisierung eines einfachen mechanischen Einbruchschutzes bei Neubauten inzwischen Pflicht. Das habe zu einer um fast 30 % geringeren Zahl vollendeter Einbrüche geführt.

In diesem Zusammenhang erneuerte der Vorstandsvorsitzende des Herstellers von Fenster- und Türtechnik auch seine Forderung, nach einem europaweiten „Bündnis für Einbruchschutz“.

Insofern könne er, so Dr. Keill, über die in letzter Zeit veröffentlichten Pläne der EU-Kommission, bei Neubauten sowie Sanierungsobjekten künftig Auflademöglichkeiten bzw. -stationen für Elektroautos vorzuschreiben und auf diese Weise Kosten von bis zu 75.000 Euro pro Anlage zu verursachen, „nur den Kopf schütteln“.

Sein Plädoyer: „In Brüssel sollte man sich besser mit dem Naheliegenden beschäftigen und lieber Menschen und Werte nachhaltig vor gewaltsamen Zugriffen bewahren. Hier konkret zu handeln, ist viel dringender und nützlicher.“

Sicherheit durch „aktive Selbsthilfe“

Die in Deutschland bereits vorgenommene Aufstockung des Volumens für staatliche Zuschüsse bei nachträglichen Einbruchschutz-Maßnahmen auf 50 Mio. Euro sei als noch „einziges Instrument“ zwar prinzipiell zu begrüßen, aber im Kern „nur zweite Wahl“. Komme es zu der auch durch die forsa-Studie gestützten Fixierung des Einbruchschutzes im Baurecht, könne der Fiskus am En-de auf die finanziellen Anreize für spätere Nachrüstungen verzichten. Dr. Keill favorisiert daher den Grundsatz „Prävention vor Subvention“.

Unabhängig davon, empfiehlt Roto Immo-bilieneigentümern sowie Mietern gleichermaßen eine „aktive Selbsthilfe“: Es gelte zunächst, sich bei Fachbetrieben über geeignete Lösungen und Systeme zu informieren. So bietet sich einbruchhemmende Beschlagtechnik für leicht erreichbare Fenster und Türen, etwa in Kellern und Erdgeschossen ebenso an, wie für gefährdete (Schiebe-) Elemente auf Balkonen und Terrassen.

Spezielle Komponenten, wie die „Pilzkopf-Sicherheitsschließzapfen“, stabile Sicherheitsschließstücke, abschließbare Fenstergriffe und ein sogenannter Anbohrschutz, haben sich in der Praxis als „effiziente Bollwerke“ gegen Einbrecher bewährt.

Schon deshalb setzt der renommierte Bauzulieferer seine vernetzte „Quadro Safe“-Kampagne auch in 2017 weiter offensiv fort. Diese moderne Sicherheitstechnik macht es Langfingern auch bei Roto Dachfenstern fast unmög­lich, sie zu öffnen.

Ein rundum sicheres Gefühl gibt das „Quadro Safe“-Paket für Roto Dachfenster, bestehend aus 4 Komponenten: Abschließbarem Griff, Alarmglas, 4-fach Zentralverriegelung und Öffnungsüberwachung. Problemlos mit jeder gängigen Alarmanlage kombinierbar, erhöhen die Komponenten die Sicherheit der Dachfenster Baureihen Designo R8 und R6 mit VdS-C konformen Komponenten - und schützen die Familie wirkungsvoll und zuverlässig vor „ungebetenen Gästen“.

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