Stabile Umsätze bei Büro- und Logistikimmobilien
Region veröffentlicht Jahresbilanz für gewerblichen Immobilienmarkt

Stellten die Entwicklung auf dem heimischen Immobilienmarkt vor (v. l.): Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, Sabine Tegtmeyer-Dette, Wirtschaftsdezernentin der Landeshauptstadt, und Andreas Schulten, Vorstand der bulwiengesa.

Es gibt keine neuen Eigennutzerflächen, aber 120.000 Quadratmeter neu vermietete Büroflächen: Der Büroimmobilienmarkt bleibt 2016 stabil. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Umsatz zwar um 4 Prozent (5.000 Quadratmeter) zurück. Der Umsatz durch Vermietungen - für die Marktakteure als Indikator wichtiger, als die eigengenutzten Flächen - liegt seit 2 Jahren jedoch deutlich über dem Schnitt der Jahre 2010 bis 2015 (108.000 Quadratmeter). In die Erhebung gehen alle innerhalb des Jahres geschlossenen Mietverträge ein.

Die größte Vermietung des vergangenen Jahres, war das neue Verwaltungsgebäude am Schützenplatz für den Bereich „Öffentliche Ordnung“ der Stadt Hannover mit rund 20.000 Quadratmetern Büromietfläche.

Des Weiteren haben die Hannover Region Grundstücksgesellschaften (HRG) und Del-ta Bau im sog. „City Gate Nord“ 6.000 Quadratmeter an Vodafone vermietet. Der Komplex soll 2018 fertig gestellt werden.

Insgesamt wurden 2016 mit 20.000 Quadratmetern deutlich weniger Flächen in der Innenstadt umgesetzt als 2015 - damals be-trug der Flächenumsatz im Zentrum 65.000 Quadratmeter.

Gleichzeitig zog das Geschäft am Innenstadtrand und den Ausfallstraßen an: Hier verzeichnen die Experten mit ca. 68.000 Quadratmetern ein Umsatzplus von 28.000 Quadratmetern im Vergleich zu 2015.

Dieses Ergebnis spiegelt sich auch in den Mietpreisen wieder: Am Cityrand und an den Ausfallstraßen konnte 2016 eine Spitzenmiete von 12,50 Euro realisiert werden. Zuvor lag der Wert dort stets deutlich unter der 11-Euro-Marke.

In der Innenstadt von Hannover stieg die Spitzenmiete um 20 Cent leicht an und liegt jetzt bei 15 Euro pro Quadratmeter.

Auch der Logistikimmobilienmarkt stabilisiert sich: Die Umsätze der Hallenflächen liegen mit rund 175.000 Quadratmetern auf dem Niveau des Vorjahres und damit weiterhin unter dem Durchschnitt von 2010 bis 2015 (210.000 Quadratmeter).

Die Spitzenmiete für Hallenflächen bleibt laut Maklerrunde stabil bei 4,50 Euro pro Quadratmeter. 125.000 Quadratmeter und damit rund 71 Prozent des Gesamtumsatzes wurden vermietet - gut 9 Prozent weniger als 2015. Der Umsatz durch eigengenutzte Objekte stieg von 35.000 Quadratmetern im Jahr 2015, auf 50.000 Quadratmeter im Jahr 2016.

Zu den großen Umsätzen 2016 gehörte die Anmietung einer 18.000 Quadratmeter-Immobilie an der „Karlsruher Straße“ in Laatzen durch MAN. Der Lastwagenhersteller will von dort aus ein Ersatzteillager betreiben.

Der Logistikdienstleister Honold hat in Barsinghausen-Bantorf eine 20.000 Quadratmeter große Halle erstellt, die er selbst nut-zen wird. Darin enthalten sind 400 Quadratmeter Fläche für Büros.

Insgesamt wurden 2016 rund 15.000 Quadratmeter Büroflächen in Verbindung mit Hallenflächen umgesetzt. Weil diese Flächen aber nicht unabhängig von den Hallenflächen genutzt werden können, werden sie nicht in der Bilanz der klassischen Büroimmobilien mitgezählt.

Auch für die kommenden Jahre stehen einige größere Projekte in Aussicht: „Mehrere Projektentwickler haben sich in den vergangenen 2 Jahren strategisch gelegene und planungsreife Grundstücke gesichert“, berichtet Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover.

„Bekannt sind bei uns Planungen für insgesamt rund 440.000 Quadratmeter Hallen- und 25.000 Quadratmeter logistisch genutzte Büro- und Zwischengeschossflächen.“

So will z.B. der Logistikdienstleister FIEGE an der A7 in Großburgwedel ein Logistikzentrum mit ca. 40.000 Quadratmeter Hallenfläche und weitere 4.000 Quadratmeter Bürofläche bauen.

Aldi plant nördlich der Autobahnanschlussstelle Lehrte eine etwa 34.000 Quadratmeter große Logistikhalle, um das bestehende Zentrallager in Sievershausen durch ein modernes Logistikzentrum zu ersetzen. In weiteren Bauabschnitten könnte so die Hallenfläche auf fast 60.000 Quadratmeter wachsen - unter anderem mit einem modernen Kühlhaus.

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