Schornsteinfeger beraten über...
Richtig heizen mit Holz

Moderne Kaminöfen steigern als klimaneutrale Zusatzheizung den Anteil an erneuerbaren Energien und sorgen für angenehme Wärme. (Foto: Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks)

Vor allem Art und Qualität des Brennmaterials haben direkte Auswirkungen auf die Umwelt. Zeitungen, behandeltes Holz und Plastikabfälle setzen Schadstoffe frei und haben im Ofen nichts verloren. Zu viel oder zu feuchtes Brennholz erhöht ebenfalls die Luftbelastung und ist außerdem unwirtschaftlich. „Je mehr Feuchtigkeit ein Holzscheit enthält, desto geringer ist sein Heizwert und damit seine Energieleistung“, so Stephan Langer von der Schornsteinfegerschule Niedersachsen in Langenhagen.

Trocken soll es sein

Besser ist naturbelassenes, lufttrockenes Holz mit einem Feuchtegehalt von maximal 25 Prozent. Zum Vergleich: Frisch geschlagenes Holz enthält, abhängig von der Jahreszeit und Sorte, bis zu 60 Prozent Feuchtigkeit. Wer sein Brennholz selber spalten und lagern möchte, plant also am besten Trockenzeiten ein: Je nach Sorte und Lagerung sollte das Holz 1 bis 3 Jahre an der Luft trocknen. Ob das Brennholz noch zu feucht oder bereits ofenfertig ist, kann der Schornsteinfeger vor Ort mit einem Feuchtemessgerät testen.

Der kleine Ofen-Führerschein

In der Regel erfahren die Verbraucher alles Wichtige rund um das richtige Anzünden und Nachlegen im persönlichen Gespräch mit ihrem Schornsteinfeger. Bei der Beratung werden nicht selten Bedienungsfehler deutlich. Gut gemeint, aber wenig effektiv ist zum Beispiel eine Extraportion Brennstoff. „Wenn es dann im Wohnzimmer zu warm wird, schließen die Bewohner einfach die Luftregler“, weiß Schornsteinfegermeister Langer aus eigener Erfahrung. „Oder aber es wird vergessen die Luftregler beim Anzünden zu öffnen.“ Diese versorgen den Brennraum jedoch mit notwendiger Verbrennungsluft. Wird die Luftzufuhr zu sehr gedrosselt, kann es zu einer unvollständigen Verbrennung und damit zur Entstehung von Schadstoffen, wie Kohlenmonoxid und Ruß, kommen.

Tipp: Anzünden von oben

Mittlerweile wird das Anzünden von oben empfohlen. Als unterste Schicht liegen 2 bis 3 Holzscheite im Brennraum. Darauf legt man geeigneten Anzünder sowie mehrere Anzündhölzer gitterartig übereinander. Anzündhölzer sind deutlich dünner als Holzscheite, bestehen oft aus Weichholz und brennen daher schnell an. Wichtig ist, dass die Luftregler geöffnet sind, damit auch genügend Verbrennungsluft zuströmen kann. Erst wenn das Feuer gut brennt, sollte die Luftzufuhr nach Herstellerangaben wieder reduziert werden.

Warum rußt der Schornstein?

Der Nachbar merkt es häufig zuerst: Dunkler Rauch quillt aus dem Schornstein und es liegt ein unangenehmer Geruch in der Luft. Grund hierfür ist häufig zu feuchtes Brennholz. Wenn die Temperatur im Ofen absinkt, etwa durch die freigesetzte Feuchtigkeit, verbrennt das Holz unvollständig. Als Abfallprodukt entsteht Ruß, der mit dem Rauch durch den Schornstein entweicht, und sich im Ofen, dem Ofenrohr und Schornstein absetzt. So bildet sich eine Rußschicht, die den Wirkungsgrad des Ofens verringert.

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