Rechtliche Basis für Mieter und Vermieter - Region Hannover wirbt für rege Beteiligung
Umfrage-Start zum neuen Mietspiegel 2017

Felix Weigel von der Region Hannover(l.), Erwin Jordan, Randolph Fries und Oliver Francke-Weltmann werben für eine rege Beteiligung an der Mietspiegel-Befragung.

Zeitgleich versendet das Unternehmen Fragebögen an 135.000 zufällig ausgewählte Haushalte in der Region - etwa 30.000 davon gehen an Mieterinnen und Mieter in der Landeshauptstadt Hannover.

Alle 2 Jahre erfasst die Region diese Daten für Hannover und die 20 Umlandkommunen, die dann in qualifizierten Mietspiegeln zusammengefasst werden.

Diese zeigen nach allgemein anerkannten Standards, welcher Mietzins für eine Wohnung vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage „ortsüblich“ ist.

„Die Mietspiegel sind ein wichtiger Barometer für die lokalen Mietpreisentwicklungen und schaffen Transparenz, von der Mieterinnen und Mieter wie Vermieter profitieren“, so Erwin Jordan, Dezernent für soziale Infrastruktur der Region Hannover, zum Start der Fortschreibung der Mietspiegel.

So sind beispielsweise in der Landeshauptstadt Hannover die Mietpreise von 2011 bis 2015 um 5,9 Prozent gestiegen, in Laatzen zeigen die Mietspiegel einen Anstieg um 8,5 Prozent im gleichen Zeitraum, in der Wedemark sind es um 9,1 Prozent.

„Realistische Mieten abbilden kann der Mietspiegel aber nur, wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger bei unserer freiwilligen Befragung mitmachen“, appelliert Jordan.

Die Erhebung erfolgt anonym, der vierseitige Fragebogen kann portofrei zurückgesendet oder auch online ausgefüllt werden. Darüber hinaus besteht in der Landeshauptstadt Hannover die Möglichkeit, den Fragebogen gemeinsam mit Institutsbeschäftigten auszufüllen.

„Wir brauchen die Mietspiegel als rechtssichere Orientierungshilfe, denn nur so können Mieterinnen und Mieter selbst kontrollieren, ob ihre Mietpreise gerechtfertigt sind, bevor sie gegebenenfalls juristische Unterstützung in Anspruch nehmen“, sagt Randolph Fries, der Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes in Hannover.

„Wir haben es ja viele Jahre in Hannover erlebt, wie schwierig es für Mieterinnen und Mieter werden kann, wenn es keinen qualifizierten Mietspiegel als Grundlage gibt.“

Auch Oliver Francke-Weltmann vom Verein Haus & Grundeigentum Hannover unterstützt die regelmäßige Aktualisierung der Mietspiegel in der Region:

„Die qualifizierten Mietspiegel haben in den letzten 6 Jahren zu mehr Rechtsfrieden zwischen Vermieterinnen und Mietern geführt. Die realen Vergleichszahlen tragen dazu bei, Streitigkeiten schon im Vorfeld zu vermeiden“, so der Experte.

Die Erhebung von 21 Mietspiegeln für eine gesamte Region ist in Deutschland einzigartig. Begleitet wird das Verfahren durch eine Mietspiegelkommission, die sich aus Vertretern der Region, der Städte und Gemeinden, der Mieter- und Vermieterverbände und einem Richter vom Amtsgericht Hannover zusammensetzt. Im Herbst werden die Ergebnisse den politischen Gremien der Städte und Gemeinden vorgelegt und veröffentlicht.

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