Warmwasser der Zukunft
Wie würden Sie entscheiden - zentral oder dezentral?

Adeline Wagner, Referentin „Energie und Politik“ im Unternehmen CLAGE, steht als Kontaktperson interessierten Bauherren und Investoren gerne Rede und Antwort. (Foto: CLAGE)

Zentral: Noch weit verbreitet ist die Kopplung der Warmwasserversorgung an das Heizungssystem. Wasser wird in einem zentralen Speicher erwärmt und durch ein zusätzliches Leitungssystem zu den Entnahmestellen geleitet.

Aufgrund der hygienischen Anforderungen muss das Wasser bei langen Leitungswegen auf mindestens 60 °C erhitzt werden. Die Temperatur wird durch das Zumischen von kaltem Wasser an der Entnahmestelle reduziert. Bei alten Gebäuden mit einem sehr hohem Heizwärmebedarf kann das sinnvoll sein.

Aber bei Renovierungen und Neubauten, die den Niedertemperaturbereich nutzen, ist das Bereitstellen, Speichern und Weiterleiten von 60 °C heißem Wasser mit hohen Energieverlusten verbunden. Die „Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft“ unterteilt die Energieverluste bei der zentralen Warmwasserbereitung in Zirkulations-, Verteil-, Anlauf- und Speicherverluste. Im Einfamilienhaus betragen diese Verluste insgesamt mindestens 40 Prozent des gesamten Energiebedarfs. Dazu kommen noch die höheren Investitionskosten gegenüber der dezentralen Lösung.

Dezentral

Eine energiesparende Alternative ist die Trennung der Warmwasserversorgung von der zentralen Heizungsanlage Elektronische Durchlauferhitzer werden an den jeweiligen Entnahmestellen installiert und erhitzen das Wasser ganz genau in den Mengen und Temperaturen, die wirklich gebraucht werden.

Dabei wird das Wasser direkt beim Durchströmen des Gerätes erhitzt. Beim Schließen der Armatur schaltet sich der E-Durchlauferhitzer dann automatisch wieder aus. Dadurch wird nur so viel Wasser erwärmt, wie auch tatsächlich benutzt wird. Da E-Durchlauferhitzer kein Wasser bevorraten müssen, fallen die Geräte-Abmes- sungen sehr klein aus. Moderne E-Durchlauferhitzer fügen sich daher harmonisch in jede Umgebung ein: Die Geräte können aber auch, z.B. in einem Badmöbel, versteckt installiert werden oder 2 nebeneinanderliegende Räume versorgen. Dann ermöglichen Fernbedienungen oder die Steuerung per Tablet oder Smartphone die Einstellung des E-Durchlauferhitzers.

Individuelle Durchlauferhitzer für Bad, Küchenspüle und Handwaschbecken

Sinnvoll ist es daher, nicht nur Bäder, sondern auch Küchenspülen und Handwaschbecken mit jeweils einem individuellen E-Durchlauferhitzer auszustatten, der genau auf die Bedürfnisse vor Ort abgestimmt ist. Hier zahlen sich die Vorteile des Durchlauferhitzer- Prinzips aus.

Vor allem in gewerblichen Sanitärräumen ist der Einsatz von E-Kleindurchlauferhitzern an den Handwaschbecken sinnvoll, weil dadurch erhebliche Betriebskosten eingespart werden können. Für Küchenspülen sind E-Kompaktdurchlauferhitzer empfehlenswert, die direkt an die Armatur angeschlossen werden. Sie liefern sofort heißes Wasser - so lange wie gewünscht. Wärmeverluste durch lange Leitungswege treten nicht auf.

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