Experten analysieren Investitions-Chancen
Wo die Bedingungen für ein Investment günstig sind

Im Vergleich zur Vorjahres-Untersuchung stehen jetzt 3 große Landkreise mehr auf der Liste der Regionen mit besonders guten Investitions-Chancen - dazu zählt auch der Landkreis Gifhorn mit dem BernsteinSee.

Städten gibt es Immobilien für Selbstnutzer oder auch als Geldanlage zu moderaten Preisen und mit guten Aussichten auf Wertsteigerungen. In weiteren 186 Kreisen ist die Werthaltigkeitsprognose ebenfalls positiv, das aktuelle Preisniveau allerdings schon vergleichsweise hoch.

Investitions-Chancen außerhalb der Großstädte

Fündig werden Kaufinteressierte bevorzugt außerhalb der Großstädte und besonders im Nordwesten und Süden der Republik. So sind beispielsweise Teile von Niedersachsen sehr attraktiv für Immobilienkäufer. Im Vergleich zur Vorjahresuntersuchung stehen jetzt 3 große Landkreise mehr auf der Liste der Regionen mit besonders guten Investitionschancen: Osnabrück, Diepholz und Gifhorn.

Immobilienschätze sind auch im nördlichsten Teil Deutschlands zu finden, der Landkreis Schleswig-Flensburg ist so ein guter Tipp. Sogar rund um Hamburg, Deutschlands 3. teuerster Metropole, gibt es noch interessante Optionen: Dazu zählen die Landkreise Harburg, Stade, Segeberg, das Herzogtum Lauenburg und Lüneburg. Unweit der Hauptstadt Berlin gibt es in Oberhavel vergleichsweise günstige Immobilien mit Potenzial. Sogar in der Nähe der Metropole Frankfurt am Main, im Main-Kinzig-Kreis, finden sich noch attraktive Investitionschancen. Gleiches gilt für die Regionen um Darmstadt oder Mainz, für die Landkreise Darmstadt-Dieburg und Mainz-Bingen.

Entlang der Grenze zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz sehen die Experten ebenfalls gleich in mehreren Regionen gute Bedingungen für langfristig lohnende Immobilieninvestments, etwa im Landkreis Bergstraße, in Alzey-Worms, Groß-Gerau sowie im Westerwaldkreis. Unter den Städten in dieser Region sind laut Index-Berechnungen nur 2 sehr empfehlenswert, wenn es um die Geldanlage in Immobilien geht: Bonn und Worms bieten noch vergleichsweise preiswerten Wohnraum bei guter Wertsteigerungsprognose. Außerhalb des Großraums Berlin bietet das in Thüringen gelegene Weimar attraktive Investitionschancen.

Schlechte Karten für Käufer im Süden der Republik

Im Freistaat Bayern, für den außerhalb der nördlichen Landkreise fast flächendeckend durch positive Preisentwicklungen erwartet werden, glänzt nur ein Landkreis mit moderaten Immobilienpreisen: Im niederbayerischen Straubing-Bogen, unweit von Regensburg, sind die Kaufpreise den örtlichen Mieten noch nicht so weit enteilt wie in einigen anderen Landstrichen Bayerns.

Steigende Preise am Immobilienmarkt sorgen in Baden-Württemberg für eine ähnliche Tendenz: Wiesen im Vorjahr noch 10 Kreise besonders gute Investitions-Chancen auf, sind es in der diesjährigen Untersuchung nur noch 6. Auszahlen könnte sich der Blick in den äußersten Südwesten Deutschlands an den Grenzen zu Frankreich und zur Schweiz. Regionen mit Potenzial sind die Kreise Rastatt, Ortenaukreis, Lörrach und Waldshut.

Indikatoren für ein Immobilieninvestment

In die Berechnung des Investitions-Chancen-Index wurden 2 wesentliche Faktoren einbezogen: Wie werden sich die Preise bis 2030 voraussichtlich entwickeln? Und: Wie hoch sind die Preise aktuell? Als Messlatte für die Kaufpreise wurden die Mietpreise vor Ort angelegt: Der sogenannte Vervielfältiger drückt den durchschnittlichen Kaufpreis für eine 70-Quadratmeter- Wohnung in örtlichen Jahresnettokaltmieten aus. Ein hoher Vervielfältiger kann bedeuten, dass ein Teil des bis 2030 erwarteten Preiswachstums bereits jetzt schon realisiert wurde.

Die Ertrags-Chancen für ein Wohninvestment sind tendenziell umso höher, je geringer der aktuelle Vervielfältiger ist und je höher die prognostizierte Preissteigerung. Besonders gute Investitions-Chancen bescheinigen die Experten Kreisen und Städten mit einem erwarteten Preisplus von real mindestens 0,5 Prozent pro Jahr bis 2030 und umgerechnet etwas weniger als 22,5 Jahresnettokaltmieten für den Wohnungskauf.

In den Metropolen hängen die Kaufpreise die Mieten ab

In den deutschen Großstädten deuten Bevölkerungs- und Einkommensprognosen zwar weiterhin auf steigende Nachfrage sowie Wertgewinne bis 2030 hin - allerdings sind die Immobilienpreise bereits jetzt vergleichsweise hoch und liegen teils deutlich über der 22,5-fachen Jahresnettokaltmiete, die Mieter in der Region zu zahlen hätten. In München, Hamburg und Berlin entsprechen die Kaufpreise mehr als 30 Jahresnettokaltmieten: Hier sollten Interessenten genau hinsehen und das Preis-Leistungs-Verhältnis prüfen. Es hängt sehr vom Einzelobjekt ab - von der Bausubstanz, der Ausstattung und vor allem der Lage der Immobilie. Stimmen all diese Faktoren, können durchaus auch hohe Preise gerechtfertigt sein.

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