In jeder 4. Großstadt sind die Kaufpreise im Verhältnis zu den Mieten besonders niedrig
Wo sich Immobilienkauf in Deutschland jetzt lohnt

Eine kompetente Beratung bei der Immobilienfinanzierung ist die Grundlage für jeden Immobilienkauf.

Mieten versus Kaufen: Der Städtevergleich in den 36 untersuchten Städten zeigt, dass die Immobilienpreise sehr unterschiedlich ausfallen. So ist der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen in München 5x höher als in Gelsenkirchen. Die Preisdifferenzen hängen dabei stets eng mit dem örtlichen Mietniveau zusammen.

Die Postbank Studie zeigt, dass ein um 1 Euro pro Quadratmeter höheres Mietniveau bei Eigentumswohnungen eine Kaufpreiserhöhung von im Durchschnitt 313 Euro pro Quadratmeter zur Folge hat.

Es gibt jedoch Städte, die von dieser Systematik abweichen: Dazu gehören Hannover, Braunschweig, Bremen, Essen, Erfurt, Frankfurt/M. Mainz und Münster. Hier liegt der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen um 10 Prozent unter dem aufgrund der Mieten erwarteten Niveau.

In diesen Städten ist ein Investment in Wohneigentum im Vergleich zu anderen Städten also noch attraktiv, denn die Mietpreise sind bereits relativ hoch, die Immobilienpreise dagegen noch moderat.

In anderen deutschen Städten sind die Preise für Immobilien im Vergleich zu den Mieten besonders hoch. Hier ist das Wohnen zur Miete für Durchschnittsverdiener oftmals die günstigere Option, wenn man langfristige Aspekte, wie Geldanlage und Wertsteigerungen, dabei außer Acht lässt.

Dies ist zum Beispiel in Bielefeld, Chemnitz, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Potsdam oder München der Fall. In den übrigen 20 untersuchten Städten weisen Miet- und Kaufpreise ein ausgeglichenes Verhältnis auf.

„Eine Kaufentscheidung sollte aber nicht nur vom Verhältnis zwischen Miet- und Kaufpreisen abhängig gemacht werden: Eine Immobilie kann auch aus anderen Gründen ein sinnvolles Investment sein - z.B. zur Alterssicherung“, sagt Dieter Pfeiffenberger vom Bereichsvorstand Immobilienfinanzierung bei der Postbank.

„Ebenso gilt es, die Lage und die eigenen Lebensumstände zu berücksichtigen sowie die zu erwartende Preisentwicklung.

Sprechen viele dieser Faktoren für einen Kauf, ist die Investition in Wohneigentum auch in Großstädten sinnvoll, in denen die Immobilienpreise im Vergleich zu den Mietpreisen eher hoch sind.“ Die zukünftige Preisentwicklung wurde für den Postbank „Wohnatlas 2016“ auch untersucht: Ei-ne Analyse der Entwicklung von Miet- und Kaufpreisen im Zeitraum 2005 bis 2015 zeigt, welche Tendenz sich in den 36 untersuchten Städten abzeichnet. Das Ergebnis: Im Durchschnitt bewirkt eine Mietsteigerung um 1 Prozentpunkt einen Anstieg des Kaufpreises um 1,2 Prozent.

Auch bei dieser Betrachtung gibt es Ausreißer nach oben und unten: In Deutschlands teuerster Stadt München geht die Kurve besonders steil nach oben - die Kaufpreise werden voraussichtlich deutlich schneller steigen als die Mieten.

„Kaufinteressenten mit entsprechendem Budget sollten möglichst bald zugreifen“, rät der Postbank-Experte. Diese Empfehlung gelte auch für Berlin, Bonn, Hamburg, Kiel, Nürnberg, Stuttgart und Wiesbaden.

In diesen Städten liegt der Kaufpreis, anders als in München, noch auf normalem Niveau - in den nächsten Jahren kann aber von einer deutlichen Preis- und somit auch Wertsteigerung ausgegangen werden.

Kaufinteressenten mit schmalerem Budget finden in Mainz, Münster und Rostock noch attraktive Kaufangebote, die sich auch als Geldanlage eignen. Denn in diesen Städten sind die Immobilienpreise im Vergleich zum Mietniveau derzeit noch niedrig, werden aber voraussichtlich schnell steigen.

Wer in Braunschweig, Bremen, Erfurt, Frankfurt/M oder Hannover in Wohneigentum investieren möchte, weil die Kaufpreise im Vergleich zu den Mieten gerade niedrig sind, hat noch Bedenkzeit. „Hier sind keine kurzfristigen Preissteigerungen zu erwarten“, sagt Pfeiffenberger.

Die Postbank Studie "Wohnatlas 2016 - Leben in der Stadt" wurde unter der Leitung von Michael Bräuninger, Professor an der Helmut Schmidt Universität und Experte für Economic Trends Research, durchgeführt.

Analysiert wurden jetzt die 30 größten Städte in Deutschland und 6 Städte, die jeweils die größten ihres Bundeslandes sind, aber nicht zu den Top 30 gehören. Im Fokus der beschriebenen Analyse stand dabei vor allem die Entwicklung der Miet- und Kaufpreise für Eigentumswohnungen (pro qm).

Weitere Informationen erhalten Sie hier.