Hellmann varioform-haus - jetzt erst recht!
Wohn- und Gewerbebau komplett in Eigenleistung erstellt

Stolz zeigten sich Bauherr Torsten Göhring und sein Helfer, nachdem die Außenwände des Bungalows in die Höhe gewachsen waren. (Foto: Hellmann)

„In puncto Selbstbauen waren die Banken hochgradig skeptisch. Immer wieder fragten sie mich, wie wir unerfahrene Laien es uns vorstellten, ein Haus selbst hochzuziehen“, berichtet Bauherr Torsten Göhring von seinen Finanzierungsgesprächen. „Auch die Frage: Was passiert, wenn Sie plötzlich krank werden und nicht weiterbauen können? bekamen wir wieder und wieder zu hören. Aber wir hatten bei dem Hausbau von Töpfers gesehen, wie gut es mit dem Selbstbauen klappen kann und blieben beharrlich.“

Mitte 2014 konnten die Göhrings endlich mit dem ersten Bauabschnitt beginnen. „Ich habe mir die Kenntnisse angelesen, im Internet recherchiert und angeeignet. Wenn mir das nicht reichte, habe ich Herrn Hellmann und Herrn Ottinger per Telefon gelöchert, bis ich keine Fragen mehr hatte. Und dann losgelegt.“ Der Bauherr nahm sich eine Auszeit von einem Jahr und überließ sein Unternehmen seinem eingespielten Mitarbeiterteam. Einer seiner Kollegen unterstützte ihn das Jahr über auf der Baustelle.

Weil die Hellmann-Partner für Erdarbeiten bereits ausgebucht waren, kaufte sich Torsten Göhring kurzerhand einen Rotationslaser und begann, die Höhe der Baufläche zu nivellieren. Doch beim Aushub wurde Faulschlamm gefunden: Unmengen Keramik und Steine waren direkt im Boden versenkt worden. „Deshalb wurde der Baugrund 2 Meter tief ausgehoben, neu aufgefüllt und verdichtet. Wir haben sehr viel Erde bewegt!“, berichtet Göhring. Danach nahm der Bauherr schließlich die Bodenplatte in Angriff, füllte Split auf, legte die Unterdämmung für die Bodenplatte an und erstellte die Stahlbewehrung exakt nach Anleitung von Maurermeister Hellmann. Insgesamt hat die Bodenplatte eine Gesamtgröße von 650 Quadratmetern - eigenhändig erstellt vom Bauherrn und seinem Helfer!

Genau im Zeitplan wurde die Platte inklusive der Statikabnahmen fertiggestellt und so konnte Hellmann Mitarbeiter Ralf Ottinger auf die Baustelle reisen, um die fleißigen Handwerker in das isorast-Material einzuweisen. Das folgende „Stecken“ des Erdgeschosses nahm nur eine knappe Woche Zeit in Anspruch, eine Woche später wurde betoniert. Die Holzbalkendecke des Flachdachs zog Torsten Göhring und sein Helfer nach Vorgabe eines Zimmerers ein. Das anschließende Verlegen der EPDM-Bahn sowie der Gefälledämmung und der Innendämmung übernahm Göhring ebenfalls im Alleingang - genauso wie die Ausführung der Elektrik. „Durch diese Eigenleistungen ha- ben wir sehr viele Kosten gespart.“

Das Gebäude ist ein altersgerechter Flachbau ohne Stufen, die Türen wurden in weiser Voraussicht und mit Hinblick auf mögliche Einschränkungen im Alter in einer Breite von 95 Zentimetern ausgeführt.

Herausforderung für den Sachverständigen

Der Sachverständige, der 2015 den Blower-Door-Test abnahm, verzweifelte zunächst: Seine Geräte wollten keinen Wert anzeigen. Der Prüfer kontrollierte daraufhin seine Messgeräte, um festzustellen, dass sie durchaus funktionsfähig waren. Deshalb wurde der Test in Göhrings Passivhaus mit einem geöffneten Fenster absolviert, damit die Technik wenigstens den kleinstmöglichen Wert anzeigen konnte - und dieser lag bei 0,1 W/m2K. „Besser geht‘s gar nicht!“

Und getreu dem Baumarkt-Motto, dass es immer etwas zu tun gibt, erledigten Göhrings auch die restlichen Kleinbaustellen an und in ihrem Eigenheim. Dazu gehört nicht nur der 2017 vollendete zweite Bauabschnitt, sondern auch ein wunderschöner Naturpool vor der Terrasse, der aus isorast-Elementen erstellt wurde. Ja, die Göhrings würden, wenn sie die Zeit zurückdrehen könnten, genau denselben Schritt noch einmal wagen: Ein hochwertiges, energiesparendes und altersgerechtes Passivhaus errichten und keine Mühen oder Eigenleistungen scheuen. Sie haben sich ihr Traumhaus selbst ge- baut und können darauf mächtig stolz sein!

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