BFW warnt vor steigendem Investitionsrisiko
„Wohnungsbau benötigt mehr Impulse als nur niedrige Zinsen!“

Andreas Ibel, BFW-Präsident, fordert eine ordnungsrechtliche 180 Grad-Wende, die mit überbürokratischen Regelungen aufräumt. (Foto: BFW)

Ibel weiter: „Für die mittelständischen Im- mobilienunternehmen, die der BFW vertritt, ist das Investitionsrisiko in den vergangenen Jahren zunehmend größer geworden: Bauland wird immer knapper und teurer, Abgaben und Vorgaben von Ländern und Kommunen werden zunehmend verschärft und die Baukosten steigen in der Folge weiter an.“ Hier verweist der BFW-Präsident auf eine aktuelle Umfrage bei den BFW-Mitgliedsunternehmen, die für rund 50 Prozent des Wohnungsneubaus in Deutschland zuständig sind.

Rund 57 Prozent der Befragten geben an, dass sich die politischen Rahmenbedingungen im vergangenen Jahr verschlechtert hätten. Lediglich der Bereich der Finanzierung sei, dank des historischen Zinstiefs, förderlich für Investitionsentscheidungen in den Neubau, so 75 % der Befragten. „Wir dürfen die Schaffung von Wohnraum nicht vom Risiko steigender Zinsen abhängig machen“, warnte Ibel. „Was wir jetzt brauchen, ist eine Politik aus einem Guss. Das Bauen muss auf allen politischen Ebenen wieder einfacher, schneller und kostengünstiger werden.

Mit dem Abschlussbericht der Baukostensenkungskommission liegen alle Vorschläge auf dem Tisch und dürfen jetzt nicht in der Schublade verschwinden. Allem voran brauchen wir eine ordnungsrechtliche 180 Grad-Wende, die mit überbürokratischen und komplexen Regelungen aufräumt. Planungs- und Genehmigungsverfahren müssen dringend vereinfacht und beschleunigt werden. Mit Einzelmaßnahmen kommen wir nicht mehr weiter.“