Neuerungen bei Hausbau und Sanierung
Worauf Eigentümer jetzt unbedingt achten sollten

(Foto: LBS)

Absenkung des Tilgungszuschusses:

Die KfW (Bankengruppe) hat seit Januar 2018 den Tilgungszuschuss in ihrem Programm „Erneuerbare Energien-Speicher“ zur Förderung von Batteriespeichern für Photovoltaikanlagen von 13 auf 10 Prozent der errechneten Speicherkosten verringert.

„Altersgerechtes Umbauen“ wird sehr wahrscheinlich wieder bezuschusst: Alles deutet darauf hin, dass die KfW in 2018 wieder Maßnahmen unterstützt, die die Barrierefreiheit von Wohnungen verbessern und dem Schutz vor Einbruch dienen. HBCD-haltige Dämmstoffe werden ab sofort nicht mehr als gefährlicher Abfall eingestuft: Diese Dämmstoffe gelten ab 2018 in der Regel nicht mehr als gefährlicher Abfall. Verbraucher müssen sie jedoch separat sammeln, so dass sie vom Entsorger erfasst und einzeln gewogen werden können.

Bauherren sind jetzt besser abgesichert: Mit der Reform des Bauvertragsrechts und der Änderung der kaufrechtlichen Mängelhaftung erhalten Bauherren ab 2018 eine Baubeschreibung. Sie beinhaltet detaillierte Angaben zum Energie- und Schallschutzstandard. Bauherren profitieren in mehrfacher Weise von dieser Neuregelung!

Die Baubeschreibung...
1. ermöglicht noch vor Abschluss des Vertrages, Angebote besser miteinander zu vergleichen,
2. belegt, dass die Förderbedingungen eingehalten wurden,
3. eignet sich als Grundlage, um einen Kredit zu beantragen und,
4. dient als Nachweis, dass öffentlich-rechtliche Vorschriften eingehalten wurden

Darüber hinaus verpflichtet das neue Bauvertragsrecht seit dem 1. Januar 2018 die am Bau beteiligten Parteien dazu, die Bauzeit im Bauvertrag verbindlich festzuhalten. Des Weiteren können Bauherren den Bauvertrag innerhalb von 14 Tagen ab Vertragsschluss widerrufen.

Neuigkeiten für Stromerzeuger

Eingeschränkte Steuerentlastung bei der Kraft-Wärmekopplung: Energiesteuern für Gas und Öl werden bei Kraft-Wärmekopplung nur noch nach Abzug der Investitionsbeihilfen rückerstattet. Die Steuerentlastung gilt generell nur für hocheffiziente Anlagen mit einem Jahresnutzungsgrad von mindestens 70 Prozent.

Intelligente Messsysteme für Photovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung und Co.: Ab 2018 können neue kleine Energieerzeugungsanlagen mit einem „Smart Meter“ ausgestattet werden. Hierbei handelt es sich um einen digitalen Stromzähler, der den Stromverbrauch bzw. die Stromerzeugung ermittelt. Er speichert die Daten und sendet sie an Stromversorger und Netzbetreiber. Das intelligente Messsystem darf die Kosten pro Messpunkt 60 Euro pro Jahr nicht übersteigen. Ab 2020 sollen auch Stromverbraucher mit unter 6.000 kWh pro Jahr mit einem „Smart Meter“ ausgestattet werden.

Wichtig für Verbraucher

Ein Strompreisvergleich lohnt sich: Obwohl die EEG-Umlage 2018 leicht fällt, kann es durchaus zu Strompreiserhöhungen kommen. Die gleichzeitige Novellierung des Netzentgeltmodernisierungsgesetzes sieht vor, die Übertragungsnetzentgelte zu vereinheitlichen. Je nach Stromanbieter, kann der Strompreis dabei steigen oder sinken. Verbraucher sollten daher ihre Stromverträge prüfen, die Preise vergleichen und gegebenenfalls den Anbieter wechseln.

Was diese Änderungen für Verbraucher bedeuten sowie Tipps und Informationen zum Thema Energie gibt es bei den Energieberatern der Verbraucherzentrale - online, telefonisch oder in einem persönlichen Beratungsgespräch. Sie informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote der Verbraucherzentrale kostenfrei.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.