Editorial

Die Immobilie in der Zange der Interessensvertreter
EnEV, Klimaschutz und Co.

Global steigen die Temperaturen, die Wetterphänomene mit hohem Schadenspotenzial (und oft leider auch beklagenswerten Todesopfern) nehmen zu: Es gibt kaum mehr normale Winter mit Schnee und Eis. Und: Sommern mit großen Hitzeperioden und langanhaltender Trockenheit folgen Starkregen und Hagelschlag, wie sie in unseren Breitengraden bisher so gut wie unbekannt waren. Über die Ursachen streiten die Experten - es ist aber bewiesen, dass der hohe CO2-Ausstoß einer der Hauptgründe dafür ist. Seit Jahren wird auf den Klimakonferenzen für ein Umdenken der Industrie- und Schwellenländer gestritten, ein wirklicher Durchbruch ist jedoch bisher nicht gelungen.

Hierzulande hat man schon vor langer Zeit die Immobilie als einen der „Potenzialträger“ zur Verringerung des CO2-Ausstoßes ausgemacht und die EnEV auf den Weg gebracht. Das war sicherlich sinnvoll, daran besteht kein Zweifel. Doch während die Automobil-Industrie die Effizienzgewinne durch moderne, leistungsstarke und sparsamere Motoren sowie die Vergrößerung der Fahrzeuge selbst quasi wieder vernichtet (und das auch darf!), ist die Immobilienwirtschaft scheinbar hilflos der Regelwut der Parteien und Interessensvertretungen ausgeliefert. Beispiel gefällig? Der Golf I mit 55 PS, Baujahr 1974, wog leer 750 Kilogramm, hatte einen Normverbrauch von ca. 6 Liter (Werksangabe), die Höchstgeschwindigkeit betrug 172 Km/h.

Der aktuelle Golf VII hat ein Leergewicht von mindestens 1.207 Kg, mindestens 90 PS und immer noch einen Normverbrauch von ca. 6 Liter auf 100 Kilometer. Klar, der Komfort hat sich deutlich erhöht - so gehören heute elektrische Fensterheber, elektrische Spiegelverstellung, Sitzheizung, Navigationssysteme und vieles mehr zum Standard. Aber - viele Autobesitzer sagen auch, dass sie nicht alle diese Extras wünschen und auch längst nicht mit all diesen Komfortleistungen ihrer Fahrzeuge zurechtkommen. Haben Sie schon mal einen Ruf der Politik gehört, dass Autos wieder kleiner und leichter werden sollten, damit in Verbindung mit der heutigen Technik diese auch sparsam betrieben werden können. „Der Kunde will das nicht”, sagt man.

Aber, wer fragt den (angehenden) Hausbesitzer? Will dieser denn wirklich ein Passivhaus? Nichtsdestotrotz werden die Regelwerke zur Steigerung der Immobilien-Effizienz immer umfangreicher und auch die Anforderungen immer höher. Die Industrie hat das erkannt und bietet heute viele Produkte und Dienstleistungen zur Steigerung der geforderten Effizienz an - und das ist auch gut so.

Aber es ist scheinbar ein „Glaubenskrieg“ rund um die Bestandsimmobilie ausgebrochen, der in der SPIEGEL-Ausgabe vom Dezember 2014 einen vorerst traurigen Höhepunkt erreicht hat: Auf grob fahrlässige Art und Weise wurden hier Fassadendämmsysteme verunglimpft. Die Argumentation mag teilweise berechtigt sein, aber eine derart einseitige Berichterstattung trägt nicht gerade dazu bei, dass der Endverbraucher, der die Sanierung letztlich bezahlen muss, Vertrauen in die moderne Materialtechnik gewinnt. Das Ergebnis wird sein, dass die Sanierungsrate noch weiter absinkt.

Der Bürger ist zunehmend verunsichert und entschließt sich im Zweifelsfall dazu, das Geld lieber in einen Urlaub oder ein Auto zu investieren statt in das Haus. Da ist er sich eben sicher, das er keinen Fehler macht. Ich halte die aktuelle Diskussion zwischen Fans der Dämmung (und dazu zähle ich auch die Klimaschutz-Organisationen) und den Fans der Technik (vornehmlich die Heizungs- und Lüftungshersteller sowie die Hersteller von Regel- und Steuerungstechnik) einfach für unklug. Jede Fraktion behauptet von sich, dass ihre Technik der einzig wahre Weg zu Effizienz und mehr Komfort in der Immobilie sein. Ich glaube, dass beide Seiten recht haben. Ich glaube aber auch, das eine Immobilie ganzheitlich betrachtet werden muss, bevor sie saniert wird. Ich glaube, dass die modernste Technik ohne vernünftige Dämmung nichts wert ist, andererseits ist die dickste Dämmung ohne moderne Gebäudetechnik genauso wertlos.

Um die Sanierungsrate zu steigern, muss es der Politik und den Experten gelingen, eine ausgeglichene Beratung in Bezug auf Technik und Dämmung für den Bürger zu gewährleisten. Diese Beratung muss zwingend von neutralen Stellen geleistet werden. Ich denke dabei vor allem an die Experten der Ingenieurund Architektenkammern sowie an die zertifizierten Energieberater. Die Beratung muss in Zukunft, ähnlich der Beratungen von Banken und Versicherungen, auch protokolliert werden. Der Bürger hat ein Recht auf neutrale, industrie-unabhängige Beratung. Wenn er diese bekommt, dann wird er sein Geld auch in sein Haus, seine Wohnung investieren und somit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Ihr David Jacob Huber Geschäftsführer BFW Niedersachsen-Bremen e.V.

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