Lehrte - die Eisenbahnerstadt hat den Strukturwandel gemeistert
Bunt und lebendig - hier lebt man gern

Am alten Stammsitz der „Otto Hoffmann & Sohn” Buch- und Offsetdruckerei wird nach den Abrissarbeiten ein moderner Backsteinbau entstehen.

Die Eisenbahn ist aus dem Stadtbild Lehrtes nicht wegzudenken: Hier kreuzen die Strecken von Hannover nach Wolfsburg und Berlin einerseits sowie Braunschweig und Magdeburg andererseits bzw. von Celle nach Hildesheim. Ebenso verkehrsgünstig ist die Lage am Kreuz der Autobahnen A 2 (Dortmund - Berlin) und A 7 (Hamburg - Kassel): Von hier aus sind die Wirtschaftszentren Hannover, Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter in weniger als einer Stunde erreichbar. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich in Lehrte zahlreiche Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt haben.

Während früher die Eisenbahn, der Kalibergbau und die Zuckerindustrie zu den führenden Arbeitgebern gehörten, sind es jetzt die Niederlassungen namhafter, deutscher Unternehmen, die die wirtschaftliche Situation prägen: In Hämelerwald sind REWE und ALDI ansässig, in der Kernstadt sind es die Firmen Miele, Hornbach und Vögele. Darüber hinaus haben sich im Güterverkehrszentrum die Spedition Hellmann und der Deutsche Paketdienst angesiedelt - und die Firma Miele produziert in Lehrte Haushaltsgeräte. In der Großbäckerei Schäfer werden Backwaren hergestellt, ein Verteilungszentrum für Backwaren betreibt hier Wendeln Brot und auch die Energieversorger eon und BEB haben hier ihre Betriebsstätten. Abgerundet wird das Bild durch eine Vielzahl mittelständischer Handwerksbetriebe und Einzelhandelsgeschäfte, die die Wirtschaftsstruktur der Stadt bereichern.

Städtebauliche Herausforderung

Die Schließung der Zuckerfabrik mit der letzten Rübenkampagne im Jahre 1998 stellte für Lehrte die größte, städtebau-planerische Herausforderung der jüngeren Stadtgeschichte dar - die Zuckerfabrik befand sich immerhin mitten in der Kernstadt. Seit Herbst 1999 wurden die Flächen abgeräumt. Sie wurden inzwischen zu einem Gelände mit Stadtpark, Einkaufszentrum und Baumarkt entwickelt.

Neue Infrastruktur wird angenommen

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit dem neuen Einkaufszentrum wurde ein attraktiver Anschluss an die Einkaufsstraße „Burgdorfer Straße“ hergestellt, an der sich bereits das „Neue Zentrum“ und das „City Center“ befaden, so dass Lehrte als Einkaufsstadt damit noch attraktiver geworden ist. Auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik blieb die „Alte Schlosserei“ als Gebäude erhalten. In ihr ist, neben einem gastronomischen Betrieb, jetzt auch die Städtische Galerie untergebracht, in der nicht nur Bilder- und Fotoausstellungen gezeigt werden, sondern auch Lesungen und andere künstlerische Darbietungen das Kulturleben in Lehrte bereichern.

Lebendiges Kultur- und Freizeitleben

Die Stadt verfügt über sämtliche Schulformen, eine Musikschule sowie eine eigene Volkshochschule. Die ca. 150 Vereine der Stadt bieten vielfältige Möglichkeiten zu sportlicher Aktivität und Freizeitgestaltung. Traditionsreich sind auch die Schützenfeste in der Kernstadt und den Ortschaften. Im Saal des „Kurt-Hirschfeld-Forums“ finden regelmäßig Theateraufführungen und viel beachtete Konzerte statt.

Dieses bunte Bild zeigt deutlich, dass Lehrte seinen Strukturwandel gemeistert hat und für die Zukunft gut aufgestellt ist. Die Menschen leben gern hier und die Zahl derer, die es ihnen gleich tun wollen, wächst - auch wenn der demografische Wandel (in nackten Zahlen ausgedrückt) einen anderen Eindruck vermitteln mag.

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