Selbstbau-Passiv- / Energiesparhäuser von Hellmann varioform-haus
Schwitzen Sie noch oder leben Sie schon?

So wie dieses Passivhaus im „zero:e-Park” könnte auch Ihr neues Zuhause in Burgdorf aussehen.

Nun kann man sich bei Temperaturen um die 40 Grad in den Keller flüchten oder auf kalte Fußbäder setzen. Auch ein Trip nach Spitzbergen oder gar zum Nordkap klingt nach einer guten Option. Aber das dürfte auf Dauer kaum ausreichen...

Hitzewelle gelassen entgegensehen

Beim Gedanken an die nächste Hitzewelle können sich Passivhaus- Bewohner entspannt zurücklehnen. Wie das kommt? „Jedes Passivhaus ist so konstruiert, dass über Fassaden, Fenster, Fundament und Dach kein Luftaustausch und damit auch kein Temperaturaustausch stattfindet“, erklärt der Passivhaus-Experte Eckart-Rolf Hellmann von Hellmann varioform-haus.

Das Unternehmen aus Winsen / Aller hat weltweit schon mehr als 1.000 Passiv- und Energiesparhäuser geplant und betreut. Im Klartext heißt das: „Im Winter hat die kalte Außenluft oder beißender Nordwind keine Chance, über die Gebäudehülle nach innen zu dringen, weil diese Häuser besonders dicht gebaut sind. Und im Sommer wird dadurch der Hitze ein dicker Riegel vorgeschoben“, erklärt der erfahrene Maurermeister weiter.

Ganzjährig wohltemperiert

Das hätten Sie auch gern? Kann man verstehen! Nicht umsonst muss jedes Passivhaus einen Luftdichtheitstest, vielen auch besser als „Blower-Door-Test“ bekannt, bestehen. Dass die Gebäudehülle so dicht ist, ist kein „Hexenwerk“, sondern das Ergebnis einer gezielten Planung. Umgekehrt bedeutet das Passivhaus- Prinzip, dass auch die Innenluft nicht durch die Wände nach draußen gelangt, sondern nur sehr gezielt über die automatische Be- und Entlüftungsanlage. Sie gilt als Herzstück eines jeden Passivhauses.

„Die Bewohner stellen den Regler einfach auf ihre Wunschtemperatur ein und innen bleibt es das ganze Jahr hindurch wohltemperiert“, so Hellmann. „Trotzdem gelangt weiterhin frische Luft ins Haus, denn ohne geht’s nun einmal nicht.“

„perpetuum mobile“ im Eigenheim

Wie das funktioniert? Ganz einfach: Die Lüftungsanlage saugt von außen Frischluft an, die im Gegenstrom - also über sogenannte „Plattenwärmetauscher“ - mit der kühlen Abluft aus dem Hausinneren abgekühlt wird. Im Winter funktioniert das natürlich anders herum: Dann wird die kalte Außenluft mit der warmen, aber verbrauchten Innenluft erst einmal auf Temperatur gebracht.

Was zunächst wie Hightech klingt, ist inzwischen Stand der Technik - sogar Turnhallen werden mit einer Lüftungsanlage ausgestattet, um die „sportliche Abwärme“ zum Erwärmen zu nutzen. Das klingt wie ein „perpetuum mobile“, das höchst energieeffizient ist und unsere Ressourcen schont.

Aber dennoch: „Wenn die Sonne so richtig vom Himmel brennt, wird es auch in einem Passivhaus warm - ohne Verschattung geht es nicht, wenn man die Lüftungsanlage nicht permanent auf Hochtouren laufen lassen will, was wiederum entsprechende Stromkosten nach sich ziehen würde”, erläutert Hellmann. Doch da gibt es ja patente Lösungen, wie Jalousien, Markisen, Raffstores und vieles mehr - auf Wunsch auch mit elektrischer Steuerung, sodass diese sich selbst ausfahren können“, erklärt der Passivhaus-Pionier aus Winsen.

Für alle, die noch nicht in einem Passivhaus wohnen, gibt es zum Schluss aber auch noch eine gute Nachricht: Der Klimawandel sorgt dafür, dass es künftig weniger Frosttage gibt. Überlegen Sie also gründlich, ob sich die Anschaffung eines neuen Eiskratzers oder Wintermantels für Sie noch lohnt!

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